Die Nudeln der Schwaben sind mittlerweile fast auf der ganzen Welt bekannt. In meiner Heimat hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept und einen besonders guten Tipp für leckere Spätzle. Meine Variante in diesem Rezept ist mit der Spätzlespresse, das ist die schnellste Variante, besonders wenn man ungeübt ist.

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Zutaten (für 6 Schwaben):
500g Weizenmehl (oder halb Spätzlesmehl, halb Weizenmehl)
6 Eier
1 TL Salz
2 Prisen Safran
etwas Mineralwasser
Anleitung:
1. Eier in eine Schüssel aufschlagen und mit Salz bestreuen. 10 Minuten stehen lassen, dadurch werden die Spätzle gelber. Anschließend Safran und Weizenmehl unterschlagen. Wer fit ist, kann das von Hand machen, ich finde aber, dass die Küchenmaschine genauso gute Ergebnisse erziehlt.
2. Nun immer wieder einen Schuss Wasser zugeben, bis der Teig Blasen schlägt und die richtige Konsistenz hat. Der Teig muss genau die richtige Konsistenz haben und zwar so, dass er nicht zu flüssig ist und durch die Presse rinnt, aber auch so dünnflüssig, dass er sich gut drücken lässt und die Spätzle nicht zu dick werden. Wichtig: Teig jetzt noch 10 Minuten stehen lassen, damit der Teig seine Klebekraft entfalten kann!
3. In der Zeit einen großen Topf Salzwasser aufsetzen. Nun einige Löffel Spätzlesteig in die Presse geben, bis sie ungefähr halb voll ist. Sobald das Wasser blubbernd kocht, die Presse ein gutes Stück über den Topf halten (also nicht direkt übers Wasser) und mit leichtem Druck zusammendrücken.
4. Spätzle ins Wasser laufen lassen und Presse kreisförmig über dem Topf bewegen, damit der Teig nicht an einer Stelle zusammen klebt. Spätzle ca. 8 Minuten im kochenden Wasser garen und anschließend mit einem Schaumlöffel herausfischen. Ein ein Sieb geben und abtropfen lassen, während man die nächste Portion ins Wasser gibt. Wenn der gesamte Teig verarbeitet wurde, die Spätzle kalt abschrecken.

Dauert: 60 Minuten

Mein Fazit:
Zubereitung: Als Pastasüchtige und Schwäbin ist es für mich natürlich Pflicht, Spätzle von Hand zu machen. Ich werde hier im Blog nach und nach die verschiedenen Arten der Zubereitung, vom Spätzlesdrücker übers von Hand schaben bis hin zum Spätzlesshaker vorstellen. Am Wochenende musste ich eine sehr große Menge Spätzle herstellen und da ist die Spätzlespresse einfach am besten geeignet. Ein richtig guter Spätzlesteig ist eine Wissenschaft für sich und jede schwäbische Hausfrau weiß einen Trick oder eine Geheimzutat. In diesem Rezept beschrieben findet ihr die Zubereitung wie die „Schwabennudeln“ meiner Meinung nach am besten und schönsten gelingen. Fakt ist aber, dass Spätzlesteig immer eine riesen Sauerei ist, weil er so klebrig und laufig ist. Hier hilft einfach nur Augen zu und durch und anschließend die verklebten Schüsseln und Utensilien gleich in kaltem Wasser einweichen. Die ersten Spätzle werden bei Vielen entweder riesige Monsterteile oder so fein, dass sie sich noch im Kochwasser auflösen. Dranbleiben lohnt sich!

Geschmack: Unvergleichlich. Frische selbergemachte Spätzle gehören zu den besten Sachen, die es gibt. Der Geschmack von Ei darf ruhig durchkommen, ein bisschen salzig müssen sie sein und bissfest, dann sind sie perfekt und könnten auch pur genossen werden. Oder mit viel Soß, oder als Kässpätzle oder oder oder. Spätzle kann man übrigens auch super einfrieren.
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Mit etwas Butterschmalz in einer Pfanne angebraten schmecken die Spätzle besonders gut.

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