Bei meinem Besuch in Wiesbaden hat mir meine liebe Freundin ein Bündel „Frankfurter Grün Soß“-Kräuter vom Markt mitgebracht. Ich liebe diese kalte Kräutersoße, die es eben nur in Frankfurt und Umgebung gibt. Klassischerweise isst man sie mit Ei, Kartoffeln und Schnitzel, aber ich habe das Rezept etwas abgewandelt und dem Gericht so eine asiantische Note gegeben.

Zutaten (für 2 Experimentierfreudige): 
1 Tasse Basmati-Reis z.B. von Reishunger
2 Tassen Wasser
1 Prise Salz
2 mittelgroße Putenschnitzel
6 EL Würzpanade Sesam-Koriander (Ostmann)
2 EL Wasser
1/2 Bund frische Kräuter Grün Soß
100g saure Sahne
250g Naturjoghurt
1 TL Senf
etwas Salz
1 TL Zucker
1 hartgekochtes Ei

Anleitung: 
1. Reis in einen Kochtopf geben und zwei Mal durchwaschen.1,5-fache Menge Wasser und eine Prise Salz hinzugeben. 10 Minuten einweichen und anschließend Herd auf die höchste Hitzestufe stellen.Sobald das Wasser kocht, den Herd auf die mittlere Hitzestufe stellen und das Ganze ca. 15 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis das Wasser verdampft ist.
2. Die Kräutermischung „Frankfurter Grüne Soße“ verlesen (ein paar zur Seite legen für Deko), waschen, grobe Stiele entfernen und grob hacken. Mit saurer Sahne, Joghurt, Salz, Senf, Zucker und Ei in einen Küchenmixer  geben und fein mixen.
3. Schnitzel abwaschen und noch feucht in Panade wälzen. In beschichteter Pfanne von beiden Seiten gut anbraten. Im Ofen bei 180°C noch 10 Minuten nachgaren lassen.
4. Wenn Reis gegart ist, in eine Tasse drücken und kurz ruhen lassen. Anschließend auf einen Teller stürzen. Schnitzel und Soße ebenfalls auf Teller anrichten und mit Kräutern dekorieren.

Dauert: 45 Minuten

Mein Fazit: 
Zubereitung: Für die Grün Soß benötigt man einen leistungsfähigen Mixer. Meiner war hart an der Grenze, weshalb ich die Kräuter schon vorher gut gehackt habe. Der Rest ist easypeasy. Dank Panaden-Würzmischung gelingt auch das Schnitzel schnell und ohne Fritierfett.
Geschmack: Eine supertolle Kombination! Das Schnitzel ist schön knusprig und hat eine leicht süßliche Note. Der Reis ist schön klebrig und bietet die perfekte Basis für die kalte (muss so sein!) grüne Soße, die ganz frisch und würzig nach vielen Kräutern schmeckt.

Hinweis: Das Original-Rezept für Frankfurter Grün Soß, so wie es angeblich die Omas noch gekocht haben, habe ich letztes Jahr mal nachgekocht. Für dieses Rezept hier habe ich allerdings bewusst die fettärmere Variante gewählt.

Wer noch grüne Soße übrig hat (oder gleich einen ganzen Bund verarbeiten wollte), kann folgendes damit machen:

Der Klassiker mit Pellkartoffeln und (leider beim Schälen zerbrochenem) Ei.
Auch auf Nudeln macht die Grün Soß eine gute Figur. Auch hier ein Ei dazu reinschneiden. Yummi!

Nachtrag (25.05.2014): Das Rezept wurde nun im großen Online-Rezeptbuch von Reishunger veröffentlicht. Freut mich, so erfahren noch mehr Leute von diesem leckeren Gericht.

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