Ich liebe meinen Geburtstag! Schon immer. Aber das muss ich vielleicht erklären: Geburtstag ist für mich (noch) kein Grund übers Alter zu philosophieren, sondern ein Grund zum Feiern! Seit ich denken kann, lade ich zum Geburtstag meine Liebsten zu einer Party ein. Das begann mit von Mama organsierten sehr verspielten Kindergeburtstagen mit Topfkolopfen und Bonbonregen (DANKE, Mum!) und ging fließend über in selbstorganisierte Partys, immer mit vielen Gästen und seit über 10 Jahren mit Motto. So haben wir schon in den 80ern, in Hollywood, an Halloween, mit den Piraten der Karibik, Bad Taste und viele anderen Themen gefeiert, natürlich jedes Mal mit passender Deko, Musik, Kleidung und dem richtigen Essen. Ich gebe zu, ich bin ziemlich besessen von der Organisation und so wird schon Wochen vorher recherchiert, gebastelt und eingekauft um das Motto möglichst perfekt abzudecken. Meine Freunde machen meine Spinnerei mit. Einige teilen sogar die Begeisterung und kommen in Vollkostümierung und sogar passendem Motto-Geschenk. Gott sei dank haben aber alle zumindest Verständnis und dekorieren sich mit einem passenden Hut oder eine Kette. DANKE LIEBE FREUNDE, ICH LIEBE EUCH DAFÜR!

Sweet Table passend zum Motto

Dieses Jahr hatte ich das Motto „Rockabilly“ gewählt, also im Stil der amerikanischen 50er, nach Johnny Cash und mit viel Pomade und Petticoats. Dieses Thema ist wohl sehr beliebt, denn ich habe im Internet jede Menge Material dazu gefunden. Das Essen macht natürlich den Hauptteil aus, deshalb zuerst mal alle anderen wichtigen Sachen für eine Rockabilly-Party:
Musik: Johnny Cash und Elvis sind so die Klassiker. Ich habe hauptsächlich den Soundtrack vom Film „Walk the Line“ und Songs der genialen Rockabilly Band „Johnny Trouble Trio“verwendet. Schöne Playlists findet man auch bei Youtube.
Deko: Ich habe alles ausgegraben, was irgendwie nach 50ern aussieht. Von den hübschen pastellfarbigen Retro-Eisbechern, übers Marily Monroe-Poster bis hin zu Cowboyhüten. Dazu selbstgebastelte Printables (also ausdruckbare Deko zum Selberbasteln, Luftschlangen und Lichterketten.

Raumaufteilung und Gäste: Da ich die Party nicht zu groß werden lassen wollte, habe ich auf zwei Mal gefeiert. Deshalb kamen am Samstag Abend um die 30 Freunde und dann am Sonntag Nachmittag ca. 20 Verwandte. Ich habe die Wohnung etwas umgestellt und so 3 Biertischgarnituren reinquetschen können. Ergänzt mit unserem großen Sofa war genug Platz für alle. Auf unserer Terasse haben wir ein Pavillion mit zwei Seitenwänden direkt an der Hauswand angebaut und dort den Grill und die Raucherecke platziert. So eine Party entwickelt ja immer eine Eigendynamik und so saßen die Gäste diesesmal nur zum Essen am Tisch und in der restlichen Zeit eher stehend im Raum oder draußen.

Outfit: Inspirationsquelle war hier ebenfalls das Internet. Dort gibt es tolle Tutorials für Frisuren und Make-up. Ich habe mich für eine Punkte-Kleid (Orsay) entschieden und dieses aufgepeppt mit einem roten Gürtel und einer roten Stoffblume. Dazu natürlich schwarze Pumps. Die Haare mit einer Liberty-Roll frisiert und mit rotem Tuch ergänzt. Make-up natürlich dicker Lidstrich und roter Lippenstift, dazu passend rote Fingernägel. Und Klebetatoos mir Rosen und Stacheldrahtmotiv.

Jetzt aber endlich zum Essen:
Am Samstag abend grillten wir stilgerecht Burger. Zwecks Aufwand habe ich im Großhandel fertige Burger-Patties aus reinem Rindfleisch und ebenfalls fertige Burgerbrötchen besorgt. Alternativ noch vegetarische Patties und reines Putenfleisch für die Allergiker. Dazu jede Menge Soßen und Salate, die meine lieben Freunde mitgebracht haben.
Als Nachtisch habe ich einen Sweet Table aufgebaut mit Lichterketten und Retrosüßigkeiten (wie diese kleinen Zuckerherzen mit Schriftzügen). Auf Etageren gab es eine kleine Variante der Mohrenkopf-Cupcakes, Mini-Milka-Muffins (zu meiner Schande eine Backmischung, abers so hübsch mit süßen lila gepunkteten Förmchen) und Mini-Amerikaner.
Zwischenrein stellte ich Weckgläschen mit verschiedenen Dessert-Cremes: Apfeltraum, After-Eight-Creme und Mohrenkopfcreme.
Meine Freundinnen haben dazu noch folgende Leckereien mitgebracht: Käsekuchen ohne Boden (aus dem Thermomix), Blätterteigtäschchen mit Toffifee, Schokocupcakes. Herrlich!
Am nächsten Tag gab es dann für meine Verwandten eine leicht abgewandelte Form, nämlich zuerst Kaffee und Kuchen (die gleichen Sachen wie am Samstag) ergänzt durch folgende mitgebrachte Köstlichkeiten: Drei (!) Rhabarberkuchen verschiedenster Art und ein Erbeerkuchen. Und gegrillt wurde dann im Anschluss verschiedenes Gemüse, selbermarinierte Putensteaks, Schweinesteaks und Würstle. Dazu Salate und frische Brötchen.

Und jetzt lasse ich einfach Bilder sprechen:

Sweet Table am Abend: Jede Menge Retro-Leckereien
Etagere mit Mohrenkopf-Cupcakes und viel Süßkram drumherum
Schoko-Kirsch-Cupcakes mitgebracht von meiner Freundin Evi. Dankeschön!
Milka-Mini-Muffins
Thermomix-Cheesecake ohne Boden. Danke fürs Backen, liebe Katharina!
Meine liebe Eva hat Blätterteigtaschen mit Toffifee gemacht. Merci!
Mini-Amerikaner
Das Kuchenbuffet von der anderen Seite
Am nächsten Tag gabs den perfekten Erdbeerkuchen von meiner Schwiegermutter. Danke, Petra!
Danke Mama für diesen wunderbar leichten Rhabarber-Weight-Watcher-Kuchen!
Nochmal Rhabarber von meiner Tante Moni. Dankeschöööön, war superlecker!
After-Eight-Creme
Alkoholfreie Erdbeerbowle für Fahrer und schwangere Freundinnen
Sangria mit vielen Früchten für den Rest

Danke liebe Gäste, ihr habt den Abend perfekt für mich gemacht!

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4 Thoughts on “Wie feiert man eine Rockabilly-Mottoparty

  1. Alle Achtung, Respekt, da hast du dir ja mal so richtig viel Arbeit gemacht! Hat sich aber gelohnt! Sieht super aus alles.
    Nachträglich noch alles gute von uns 🙂

  2. Wahnsinn…da hattet ihr ja echt viele tolle Sachen! Und eine voll liebe Frisur hast du da! Alles Gute!
    lg,Kathi

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