Curds sind zur Zeit wortwörtlich in aller Munde! Der Klassiker aus England ist eine fruchtige Creme aus passierten Früchten mit Ei und Butter und hat mich schon eine ganze Weile zum Nachmachen angelacht. In „Geschenke aus dem Obstgarten“ vom Backbube fand ich nun das Rezept meiner Wahl, das perfekt war, weil ich sowieso die letzten Süßkirschen von Schwiegermama verarbeiten wollte: Himbeer-Kirsch-Curd!_MG_4072
Zutaten (für 2 Gläschen):

750g Süßkirschen500g Himbeeren
450g Zucker
1 Msp. Salz
120g kalte Butter, in Würfeln
4 Eier

Anleitung:
1. Kirschen waschen und entsteinen. Himbeeren verlesen. Früchte mit 2 EL Wasser in einem Topf aufkochen und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Früchte zerfallen sind.
2. Fruchtmasse durch ein Sieb streichen, sodass feines Fruchtmus entsteht und die Kerne draußen bleiben.
Hinweis von mir: Bei mir hat das leider nur semigut funktioniert, weil ich nur ein winziges Sieb habe und deshalb 1 Stunde lang esslöffelweise IMG_3938Frucht-Masse dort durchdrücken musste. Hier wäre eine „Flotte Lotte“ oder ähnliches sicher hilfreich. Ergebnis meiner Sieberei war dann, dass weniger als die Hälfte der Masse in der Schüssel landete und noch dazu sehr flüssig war. Das übrige „Kernmus“ war mir zu schade zum Wegschmeißen, daraus habe ich dann Fruchtjoghurt gemacht.
3. Das übrige Fruchtmus mit Zucker, Salz, Butter und Einer in eine Metallschüssel geben und über einem heißen (nicht kochenden) Waserbad solange aufschlagen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Masse andickt. Der Curd sollte langsam vom Löffel tropfen.
Noch ein Hinweis von mir: Auch das hat nicht wirklich geklappt. Ich habe mit dem Schneebesen (Möge er mit dir sein!) geschlagen bis mir die Arme weh taten, aber da wurde nichts fest. Ich habe mir schließlich mit etwas Agar-Agar-Pulver beholfen und die Masse damit angedickt.
4. Die Masse in ausgekochte Gläser füllen und diese sofort verschließen. Im Kühlschrank dickt der Curd nochmals nach und ist dort aufbewahrt ca. 2 Wochen haltbar.

Dauert: 2-3 Stunden

Mein Fazit:
Zubereitung: Ausgerechnet ein Rezept meines großen Kochhelden, dem Backbube, ist mir missglückt. Ich bin untröstlich. Im Nachhinein denke ich, dass ich das falsche Equipment hatte. Dieses blöde winzige Teesieb, das ich da benutzt habe hat die Früchte eher ausgequetscht als passiert. Übrig war dann der pure Fruchtsaft, da hat das Ei einfach nicht mehr ausgereicht zum andicken. Trotzdem hat sich der ganze Aufwand gelohnt–>siehe nächste Zeile.
Geschmack: Wie geil ist das denn? Eine Marmelade die nach Frucht UND Butter schmeckt? Wenn man den ganzen Zinnober von oben einfach ausblendet, den Curd auf ein frisches Brot streicht und hineinbeißt ist man auf einen Schlag im Brotaufstrich-Himmel.

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Das Ausgangsmaterial: Eine riesige Schüssel voller herrlicher Herzkirschen aus Schwiegermamas Garten.

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Da könnte ich immer wieder reinbeißen!

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