Omas kochen einfach am besten. Meine Oma hat meine Liebe zum Kochen maßgeblich beeinflusst. Sie hat mir schon als Kind beigebracht, dass Kochen, Backen und Genießen eine Leidenschaft fürs ganze Leben sein können. Es sind gar nicht so viele verschiedene Gerichte, die meine Oma kocht – in ihrem Repertoire sind um die 100 Rezepte, die sie regelmäßig kocht. Aber was für Rezepte! Sie kocht natürlich immer auswändig, jeder Handgriff sitzt und nur sehr selten geht etwas daneben. Am liebsten mag ich ihre Pfannkuchen, ihre Weihnachtsplätzchen und ihre Suppen! Ich nehme mir regelmäßig vor, dass ich mal zu ihr fahre um mit ihr zu kochen und doch mal versuche, diese genialen Rezepte aufzuschreiben. Ich weiß nicht, warum ich das noch nicht gemacht habe. Für unser aktuelles Be-Reggie-Monatsmotto „Großmutters Lieblingsrezepte“ habe ich nun versucht, die kräftige Rinder-Suppe nachzukochen. Und weil die so lecker war, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für euch!

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Zutaten (für 5-7 Teller Omas Suppe):
700 g Siedfleisch/Suppenfleisch vom Rind
1, 5 Liter Wasser
Salz
2 Karotten
½ Zwiebel gespickt mit 3 Nelken
5 ganze Pfefferkörner
halbe Lauchstange
¼ Stück Sellerieknolle
1/4 Bund Petersilie
300 g Kartoffeln
200g Hokkaidokürbis
2 Karotten
1 rote Zwiebel
Schnittlauch

Anleitung:

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1. Zwiebel schälen, halbieren und mit Nelken spicken.

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2. Zwiebel mit Pfefferkörnern in Salzwasser aufkochen.

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3. Das gewaschene, trocken getupfte Siedfleisch ins kochende Wasser einlegen und einmal aufkochen lassen, danach die Temperatur runterschalten, dass es sachte vor sich hin blubbert. Mit dem Kochdeckel zudecken und 60 Minuten garen lassen.

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4. Karotten, Sellerie, Petersilie und Lauch mit in die Brühe geben, etwa 30 Minuten mitkochen. Nachdem das Fleisch weich genug ist, das Fleisch und das Gemüse aus der Brühe nehmen.

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5. Die Brühe durch ein Sieb in einen zweiten Kochtopf umfüllen, Fleisch beiseite legen. Das Gemüse könnt ihr wegwerfen, weil der Geschmack herausgekocht ist.

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6. Kartoffeln, Zwiebel und Karotten schälen, diese und Hokkaido in kleine Würfel schneiden.

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7. Gemüse in Brühe geben, etwa 20 – 25 Minuten weich kochen, würzen.

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8. Das Siedfleisch von Fett und Sehnen befreien. Fleisch in kleinere Würfel schneiden und ebenfalls in den Topf geben.

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9. In einen Teller füllen und mit Schnittlauch bestreuen. Gleich servieren, eventuell mit einem Stück Bauernbrot.

Dauert: 2-3 Stunden

Mein Fazit:
Zubereitung: Also, ich muss mich wirklich mal mit Oma treffen und nachsehen, wie sie das kocht. Bei ihr sah das alles immer kinderleicht aus und kam mir gar nicht lange vor. Bei mir hat die Suppe ehrlich eine Ewigkeit gedauert! Man denkt gar nicht, dass eine „einfache“ Suppe soviel Aufwand bedeuten kann! Mir ist besonders schwer gefallen, die erste Ration Gemüse (von der Brühe) nach dem Kochen wegzuwerfen. Aber. Wie so oft: Der ganze Aufwand lohnt sich total, kein Maggipäckle, keine Fertigsuppe kommt an den Geschmack dieser Suppe heran. Wichtig sind natürlich wieder gute Zutaten mit hoher Qualität, besonders beim Fleisch.
Geschmack: Wahnsinn! Aus einem Löffel Brühe schmeckt man tatsächlich jede Gemüsesorte heraus, die in der Suppe mitgekocht wurde. Und das Fleisch! Mager, würzig, ganz zart. So gut. Danke Oma für die Inspiration!

Hinweis: Die Be Reggie Aktion zu Großmutters Lieblingsrezepten läuft noch bis Ende Oktober und unerklärlicherweise haben wir noch sehr wenige Einreichungen. Bei DEM THEMA! Also, macht mit, ich freue mich über jedes eingereichte Rezept!

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Schmeck die Heimat

Natürlich habe ich für dieses Gericht wieder nur regionale Zutaten verwendet. Ganz wie in den Regeln der „Schmeck die Heimat“-Aktion vorgeschrieben! So lecker kann regionale Küche sein: Siedfleisch – Heimatsmühle (http://www.heimatsmuehle.de) | Salz – Wildkräutersalz Heimatblume Abtsgmünd | Kräuter – aus dem eigenen Garten | alle Gemüsesorten – Wochenmarkt | Milchprodukte – Hofgut Hohenlohe

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2 Thoughts on “Schritt für Schritt | Omas Kraftsuppe

  1. berta on 4. November 2014 at 19:01 said:

    Das hast Du schön beschrieben! Super. Top. Und es sieht toll aus und macht Appetit – ein Butterbrot dazu würde mir gefallen.
    Aber wegwerfen tu ich das Gemüse nie, und ich kenne auch keinen in meinem Kreis, der das täte. Es ist voller Suppe, also durchgezogen, und schmeckt wunderbar. Ausgekocht kann es eigentlich nicht sein, weil salzige Lösungen in alles einziehen (vitamintechnisch schon!). Man könnte es bei Deiner Methode ruhig dazu tun, wenn Dein Zweitgemüse gar ist.
    Aber Hauptsache, es schmeckt, gelle? Und das hat es bestimmt …

    • kochliebe on 4. November 2014 at 19:22 said:

      Ja, du hast recht. Normalerweise esse ich das Gemüse auch, oder verwende es als Basis für Saucen. Nur manchmal kommen dann auch alle Schalen und sonstige Gemüse-Reste in die Basis, dann werfe ich sie weg.

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