Die dritte Wochenaufgabe der Schmeck-die-Heimat-Challenge handelte von Kohl. Ich sollte einen Krautkopf komplett verarbeiten und darüber berichten. Außerdem sollte ich mich über Milchprodukte informieren. Mit dem Ergebnis war ich mehr als zufrieden!

Nach der Kürbis-Aufgabe und Gedanken über Erntedank lautete die dritte Aufgabe folgendermaßen:
„Besorgt Euch einen Krautskopf von Weißkraut aus regionalem Anbau oder aus dem eigenen Garten und verarbeitet diesen komplett. Ob auf einmal oder in mehreren kleinen Portionen. Lasst uns wieder daran teilhaben, was ihr damit so macht. Spannend auch was bleibt davon als Abfall übrig? Wir freuen uns auf unterschiedliche Kraut-Rezepte, Bilder und Eure Tipps zum Thema Krautverwertung“

Auf dem Wochenmarkt habe ich mir dann einen Kopf Spitzkohl besorgt, weil der ein bisschen feiner ist, als normale Kohlköpfe. Für nur 1 Euro bekam ich einen riesigen Koloss von Kohl! Damit kann man ja ganze Familien ernähren. Zu Hause habe ich erst mal Rezeptbücher gewälzt und das Internet befragt. Obwohl der Kohl sehr robust und massiv aussieht, ist er wohl ein zartes Pflänzchen, denn er soll schnell verarbeitet werden und auch nur kurz garen, weil er sonst seine Vitamine verliert. Wer einen sensiblen Magen hat, sollte bei Kohlgerichten immer etwas Kümmel hinzufügen, dann ist er bekömmlicher.

Mein erstes Rezept war:

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Kohl-Pasta-Pfanne mit Bratwurst

Zutaten (für 4 Kohl-Fans):
250g Röhrennudeln
1 EL Öl
2 Zwiebeln
1/2 Spitzkohl
1 Bratwurst, geräuchert
1/2 TL Kümmel
200ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Thymian

Anleitung:
1. Röhrennudeln in kochendem Salzwasser al dente kochen.
2. Zwiebeln fein würfeln und in Öl in Pfanne glasig dünsten. Spitzkohl waschen und in feine Quadrate schneiden. Ebenfalls in Pfanne anbraten.
3. Bratwurst in Scheiben schneiden und mit Kümmel und Gemüsebrühe zu Gemüse geben. Alles ca. 5 Minuten dünsten.
4. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Thymian abschmecken. Gemüse auf Nudeln anrichten und servieren.

Mmmmh! Superlecker! Der Spitzkohl ergänzt sich super mit der Bratwurst und passt auch toll zu den Nudeln – sogar ohne Soße lecker! Ich hatte eine Menge für 4 Personen zubereitet und wir konnten zwei Tage davon essen und trotzdem war noch über die Hälfte des Kohlkopfs übrig! Oh je. Nächste Idee war Sauerkraut, aber als ich las, wie aufwändig die Herstellung ist (immer wieder stampfen, ruhen lassen und die Gefahr von Schimmel ist ziemlich groß), ließ ich davon ab.

Deshalb Gericht Nr. 2:
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Spitzkohlsalat mit Hähnchen

Zutaten (für 4 Hungrige):
1/2 Spitzkohl
400g Hähnchenfilet
3 Tomaten
100g Feta
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 EL Essig
2 EL Apfelsaft
4 EL Öl
je 1 Prise Zucker, Salz, Pfeffer
je 1/2 TL Oregano, Paprikapulver, Kümmel

Anleitung:
1. Spitzkohl putzen und fein schneiden. Tomaten waschen und würfeln. Hähnchenbrustfilet in Streifen schneiden und in Pfanne mit etwas Salz anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
2. Zwiebel und Knoblauch schälen und kleinschneiden. In Pfanne glasig dünsten.
3. In großer Schüssel Spitzkohl, Tomaten, Fleisch, Zwiebel und zerbröselter Feta gut vermischen.
4. Aus Essig, Saft, Öl und Gewürzen ein sämiges Dressig rühren. Unter den Salat mischen.

Was soll ich sagen? Auch das Gericht war geschmacklich einwandfrei, schön knackiger Salat mit würzigem Fleisch und Käse! Ich habe eine Scheibe Brot dazu gegessen, die Menge des Salats war so groß, dass wir zu zweit wieder zwei Tage davon essen konnten. Ein kleiner Rest Kohl ist jetzt noch übrig, davon werde ich wahrscheinlich noch ein asiatisches Nudelgericht zaubern, wenn ich die Zutaten dafür regional bekomme.

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Jetzt noch schnell zur Zusatzaufgabe:

„Die Milch machts – Eure weitere Aufgabe besteht darin bei 4 unterschiedlichen Milchprodukten (Frischmilch, Butter, Käse, Joghurt) herauszubekommen:  Wo kommt die Milch dazu tatsächlich her? Knackt die Produkt-Codes auf der Verpackungen und hakt im Zweifelsfall durch Fragen nach, wenn euch etwas unklar bleibt.“

Das war einfach, weil ich bereits vor ein paar Wochen herausgefunden habe: Die Firma Hofgut bezieht ihre Milch aus der Region und hat ihren Sitz in Schwäbisch Hall. Davon kaufe ich jetzt Milch, Butter und saure Sahne. Nur den Käse kaufen wir direkt auf dem Markt, da habe ich in Aalen einen ganz tollen Stand mit Ziegenkäse entdeckt (steht immer vor dem Bijou Brigitte), natürlich aus der Region.

In der nächsten Wochenaufgabe geht es um sparsames Kochen. Darüber werde ich sogar ebenfalls noch diese Woche berichten, weil ich mit meinen Berichten ein bisschen im Verzug war.

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One Thought on “Schmeck die Heimat | Kohl-Aufgabe

  1. LIebe Julia,
    da hast du ja tolle Gerichte aus dem Spitkohl gezaubert! Ich mag Kohl, und vor allem Spitzkohl, total gerne und bin dann meistens auch etwas von der Größe überfordert. Aber zum Glück kann man damit so vielfältig kochen, wie du es gezeigt hast. Und Tagliatelle mit Spitzkohl-Rahm-Sauce kann ich auch an zwei Tagen hintereinander essen, das ist irgendwie mein standard Spitzkoh-Resteverwertungsrezept.
    Liebe Grüße aus dem Holunderweg
    Natalie

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