Am Anfang der Schmeck-die Heimat-Aktion hatte ich ja bereits berichtet, dass es nicht ganz einfach ist, im Supermarkt regional einzukaufen. Mittlerweile habe ich viele neue Erfahrungen gemacht und es ist deutlich einfacher geworden, wenn man erst mal weiß, wonach man gucken muss. Sogar in großen Supermarktketten bin ich fündig geworden.

„Wer regional essen will, muss immer ganz frisch kochen, viel Zeit auf dem Markt verbringen und teure Zutaten kaufen“ – Sätze wie diesen höre ich oft, wenn ich anderen von der „Schmeck die Heimat“-Aktion berichte. Doch ist es wirklich so? Nein. Ich bin der lebendige Beweis, denn ich habe einen Vollzeit-Job und ein Vollzeit-Hobby und schaffe es trotzdem mich regional zu ernähren. Klar, es ist am besten direkt beim Hersteller zu kaufen, schön Samstag morgens über den Markt zu schlendern und die saftig frischen Früchte direkt nach der Ernte einzupacken. Da das aber für Normalsterbliche nicht immer möglich ist, kann man auch in Supermarkt und Co fündig werden. Am liebsten gehe ich in den Lidl in meinem Heimat-Ort, der ist ganz in meiner Nähe, schön aufgeräumt und ich finde dort auch „erlaubte“ Sachen für die Challenge: Meine Rettung für hektische Tage sind zum Beispiel die Produkte von Bürger. Die kommen aus dem Stuttgarter Raum und stellen Spätzle, Schupfnudeln, Nudelteig, Suppeneinlagen und so weiter her. Wenn ich dann nach einem langen Bürotag doch keine Lust mehr habe, eine Stunde in der Küche zu stehen, zaubere ich mir schnell was mit diesen vorbereiteten Leckerchen. Zum Beispiel:

Hochzeitssuppe

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Zutaten (für 2 Eilige):
1 Stange Porree
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 Karotten
1/4 Knolle Sellerie
1 Bund Petersilie
Gemüsebrühe
1 Packung Bürger Hochzeitssuppe
Salz, Pfeffer

Anleitung:
1. Gemüse putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. 1 Liter Gemüsebrühe aufkochen und Gemüse hineingeben. 10 Minuten köcheln lassen.
2. Inhalt der Packung Hochzeitssuppe hineingeben und 7 Minuten mitgaren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Dauert: 30 Minuten

Mein Fazit:
Zubereitung: 
Das aufwändigste ist noch das Gemüseschnippeln und selbst das kann man mal in größeren Mengen vorbereiten und portionsweise einfrieren. Dann nur noch die einzelnen Zutaten in die Brühe geben und kochen lassen, während man selbst schon die Füße hochlegt und den Feierabend genießt.
Geschmack: Wie komplett selbstgemacht! In der Suppenmischung sind kleine Maultaschen, Grießklösschen und Markklösschen – lecker und mit dem vollen Geschmack von Ei und guten Zutaten.

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PS: Glücklicherweise sind bei der Challenge auch nichtregionale Lebensmittel erlaubt, wenn sie fair trade sind, das macht natürlich einiges einfacher. Viele Discounter haben  bereits erkannt, dass die Nachfrage für solche Produkte da ist und bieten fair trade, bio und zum Beispiel auch vegane Sachen an. So kann ich auch weiterhin guten Gewissens Bananen, Kaffee, Tee, Schokolade, Saft etc. genießen, weil bei den Produkten mit dem fair-trade Symbol gewährleistet ist, dass sie durch faire Arbeitsbedingungen entstanden sind und die eigentlichen Hersteller auch fair dafür bezahlt wurden.

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Neulich bei Lidl gefunden: Darjeeling Tee, Orangensaft, brauner Zucker und Schoki – alles fairtrade und Bio

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4 Thoughts on “Schmeck die Heimat | Regional kochen trotz Supermarkt

  1. Florence on 20. November 2014 at 15:19 said:

    Was ich mich frage ist, wie regional sind Hersteller wie Bürger wirklich? Also legen sie offen, woher sie ihre Zutaten beziehen? Ich hab da noch nie so genau geschaut…

    • kochliebe on 20. November 2014 at 17:43 said:

      Liebe Florence, du hast recht, das habe ich mich auch schon gefragt. Habe im Internet ein bisschen recherchiert, aber nichts Zufriedenstellendes gefunden. Ein bisschen schade finde ich schon mal, dass in den Maultaschen Hefe als Geschmacksverstärker drin ist, aber sowas lässt sich ja bei Convenience-Produkten kaum vermeiden. Grüße Julia

      • Florence on 25. November 2014 at 17:36 said:

        Seit Du den Regionalwettbewerb machst, achte ich noch mehr auf meine Einkäufe, auch wenn ich das vorher bei Gemüse schon ganz gut schaffe. Du hattest irgendwo geschrieben, welche regionalen Milchproduktehersteller es bei uns gibt, also Schwabenländle. Welche waren das nochmal? Dann würd ich vielleicht nicht immer so lange vor dem Kühlregal stehen 😉

        • kochliebe on 27. November 2014 at 7:26 said:

          Liebe Florence,
          oooh, wie schön! Das ist die besten Motivation für mich auch nach der offiziellen Aktion mit Schmeck die Heimat weiterzumachen. Regionale Produkte findest du am einfachsten übers Regional-Vermarkter-Portal: http://www.regionalvermarkter-ostalb.de. Im Supermarkt nutze ich bei Milch und Co die Marke „Hofgut“, die produzieren in Schwäbisch Hall und nehmen ihre Milch von regionalen Höfen.
          Liebe Grüße
          Julia

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