Die Welt ist ein Buch, aber wer nicht reist, liest nur eine einzige Seite.“. Ende letzten Jahres hat mich wieder die Reiselust gepackt und deshalb buchte ich an Weihnachten sehr sehr spontan eine Reise nach Ägypten. Zusammen mit Mr. Kochliebe flog ich dann Anfang Januar eine Woche in die Sonne. Eine Woche ohne Laptop, ohne Blog, ohne soziale Medien (War das schwer! Was bin ich doch für ein Suchti) – dafür mit viel Sonne, Meer, Tauchgängen und natürlich jeder Menge Essen! Es war meine erste Reise nach Ägypten und ich hatte vorher so meine Bedenken…

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Tatsächlich. So ein Meer ist einfach wahnsinnig erholsam.

Ägypten, das Land der Pharaonen, der Pyramiden und der Hieroglyphen auf Papyrus. Leider liegt das lange zurück und Ägypten ist in letzter Zeit eher negativ in den Schlagzeilen: Terrordrohungen und Armut bestimmen das moderne Bild. Trotzdem wollten wir es wagen, das wärmere Klima und die Geschichten von wunderschönen Tauchgängen waren einfach zu verlockend. Wir buchten ein eher einfaches Hotel in Marsa Alam, weil wir sowieso die meiste Zeit an der Tauchbasis im benachbarten Port Galib verbringen würden. Ein paar Impressionen von der Hotelanlage und unseren Tauchauflügen:

Ach ja, ich wollte euch ja eigentlich was über Essen erzählen. Wie in jeder typischen  Ferienanlagen fanden wir auch in unserem Hotel eine reiche Auswahl an Fast Food und Nudelgerichten. Natürlich habe ich mich mehr für die einheimische Küche interessiert, wovon auch im Hotel einiges zu finden war.

Da Ägypten früher zum osmanischen Reich gehört hat, findet man hier viele kulinarische Parallelen zur Türkei. Wie in den meisten südlichen Ländern üblich, essen Einheimische eher spät, das Mittagessen findet zwischen 14 und 17 Uhr statt und das Abendessen häufig erst kurz vor Mitternacht. Die meisten Gerichte enthalten viel Gemüse, besonders beliebt sind Bohnen, Okraschoten, Kichererbsen, Linsen und Auberginen. Fleischgerichte bestehen meist aus Hähnchen oder Rindfleisch und natürlich steht auch jede Menge Fisch auf dem Speiseplan. Gewürze werden hier reichlich verwendet; immer wieder findet man zum Beispiel Kreuzkümmel, Safran und Harissa, eine scharfe Chilipaste.

Besonders lecker fand ich Falafel, kleine frittierte Bällchen aus Hülsenfrüchten und Kuschari, eine Mischung aus Nudeln, Reis und Linsen die man mit Tomatensoße isst. Klassische Beilage zu vielen Hauptgerichten sind kleine Fladenbrote.

Typisches Frühstück: Fladenbrot, Schafskäse und Ei

Typisches Frühstück: Fladenbrot, Schafskäse und Ei

Auch Obstfans kommen hier auf ihre Kosten: In Ägypten wachsen viele exotische Früchte, die man deshalb quasi frisch vom Baum und reif geerntet kaufen kann. Einige Früchte haben deshalb ein viel intensiveres und süßeres Aroma als bei uns, besonders empfehlenswert für eine Kostprobe sind Datteln, Kakis und Guaven.

Das süße Highlight eines Menüs ist natürlich auch hier der Nachtisch, zum Beispiel Milchpudding, Milchreis oder die berühmten Baklava. Das sind kleine Kuchen die mit flüssiger Butter und Zuckerwasser übergossen werden. Nichts für die schlanke Linie, aber richtig lecker! Eine leichtere Alternative nach dem Essen ist der starke Mokka, der in kleinen Tässchen serviert wird. Tee trinkt man hier übrigens zu jeder Tageszeit, besonders Schwarztee, aber auch viele andere Sorten.

Ihr seht, Ägypten steckt voller kulinarischer Highlights und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

PS: Wer noch mehr über Ägyptens kulinarische Highlights hören möchte, sollte die Tage mal KochblogRadio.de einschalten. Dort bin ich jetzt ganz neu ein Teil des Teams und erzähle ganz aktuell als Genussredaktion über die Küche Ägyptens.

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