Miss Geschick hat wieder zugeschlagen! Mein Schatz ist am Wochenende 30 geworden und ich hatte für seine Geburtstagsparty eine ganz besondere Torte geplant: Eine „no bake“ Oreo-Torte, also eine ohne Backen, mit viel frischer Creme und einem dünnen Boden aus Oreo-Keksen. Soweit so gut, es klappte alles ganz wunderbar, nach 4 Stunden krümeln, rühren und kühlen entfernte ich den Tortenring und merkte schon mein erstes Problem: Die Füllung war nicht fest genug und lief ganz langsam von der Torte. Nach Fixierung mit Schokorand ging es aber und ich begann mit dem Fotografieren für diesen Beitrag. Leider war es mittlerweile dunkel geworden und ich packte alle Fotolampen aus, die ich bieten konnte. Plötzlich blieb ich vor lauter Eifer an einer Lampe hängen und „Klatsch“ landete die Lampe mitten in der Torte. Meinen Schrei konnte man bis im Nachbar-Ort hören. Aber weil ihr ja sowieso wisst, dass ich nicht perfekt bin, man aus Fehlern lernen kann und weil diese Torte so unsagbar lecker ist, teile ich das (angepasste) Rezept trotzdem mit euch.

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Zutaten (für 2 kleine Torte mit ca 25 cm Durchmesser):
1 Packung Oreo-Kekse (200g)
80 g geschmolzene Butter
50 g Puderzucker
200 ml (1 Becher) Sahne
200 g Magerquark
200 g Doppelrahm-Frischkäse
4 EL Zucker
8 Blatt Gelatine
200 g Zartbitter Kuvertüre
Zuckerperlen

Anleitung:
1. Oreos von der Füllung trennen (Füllung beiseite stellen) und Kekse im Mixer zerkrümeln. Mit flüssiger Butter und Puderzucker verkneten und in einem Tortenring auf den Boden gleichmäßig festdrücken. 1 Stunde kühlstellen.
2. Sahne steif schlagen. Magerquark mit Frischkäse, Zucker und der Keksfüllung cremig rühren und die Sahne unterheben.
3. Gelatine in Wasser einlegen, ausdrücken, in einem Topf schmelzen und 2 EL der Creme unterrühren. Vom Herd nehmen und Löffelweise die Creme unterheben bis alles mit der Gelatine vermischt ist. Masse in den Tortenring auf den Keks-Boden gießen und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden fest werden lassen (besser wäre über Nacht, dann wird der Boden weicher und lässt sich gut schneiden).
4. Währenddessen kann man schon die Deko vorbereiten: Kuvertüre schmelzen und auf zwei Streifen Backpapier (die zusammengelegt genauso lange sind wie der Umfang der Torte und ungefähr ein Drittel höher als die Torte). Kuvertüre schwungvoll so darüberträufeln so dass es ungefähr so aussieht wie auf dem Foto unten. Auf Zimmertemperatur abkühlen und festwerden lassen.
5. Torte mit dem Messer vorsichtig aus dem Tortenring lösen und den Schokorand mitsamt Backpapier um die Torte legen und am Rand festdrücken. Backpapier vorsichtig entfernen. Die Schokolade sollte nun eigentlich halten, wenn nicht, kann man noch ein feines Geschenkband herumwickeln und mit einer Schleife befestigen.
6. Zuckerperlen auf die Torte streuen und bis zum Verzehr kühlstellen.

Dauert: 1 Stunde (plus mindestens 3 Stunden Kühlzeit)

Mein Fazit:
Zubereitung: Oh Mann, ich dachte immer eine „no bake“ Torte wäre einfach und schnell gemacht. Ich habe für dieses Schmuckstück leider ewig gebraucht, schon allein das Trennen der Oreos ist eine Frickelei. Ich hatte leider bei meinem Versuch statt Gelatine eine Tortenhilfe benutzt und davon zu wenig, weshalb meine Füllung nicht richtig steif geworden ist. Schon nach 10 Minuten am Buffet schmolz meine sowieso schon versehrte Torte langsam vor sich hin. Das Rezept oben habe ich deshalb bereits angepasst, damit dürfte nichts mehr schiefgehen.
Geschmack: Aller Ärger ist vergessen wenn man ein Löffelchen dieser Torte in den Mund nimmt. OH MEIN GOTT, ist das fieses Zeug! Schön cremig, angenehm süß verläuft die Tortencreme auf der Zunge und löst sich in Wohlgefallen auf. Den Gästen auf der Party hat sie jedenfalls geschmeckt und die Reste der zerlaufenen Torte habe ich am nächsten Tag in Weck-Gläschen gefüllt und als Nachtisch gegessen.

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Da war sie noch ganz…

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…immer noch schön heile…

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KREISCH! Das passiert wenn eine Fotolampe in der Torte landet.

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Dann gibts halt nur noch Nahaufnahmen…

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So habe ich die Torte dann übrigens gerettet: Mit Butterbrotpapier, einer großen Schleife und Rocher.

 

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