Noch 6 mal schlafen, dann ist Sonntag… hä? Ihr habt schon richtig gelesen. Ich freu mich immer auf Sonntag, denn den Tag nutzen wir meistens um uns daheim richtig Zeit zum Kochen zu nehmen und etwas ganz Besonderes zu kochen. Perfekt dafür ist der klassische Sonntagsbraten. Steph vom „Kleinen Kuriositätenladen“ ruft gerade dazu auf den „Sonntagsbraten zu retten„. Mir gefiel die Idee aus gutem, artgerechtem Fleisch etwas zuzubereiten, das dann der Hauptgast eines schönen Sonntagsessens ist. Mein Rotwein-Rinderbraten ist nix für den schnellen Hunger, denn das Fleisch darf erst einen ganzen Tag in würziger Rotweinmarinade baden um dann mollig warm mehrere Stunden im Ofen zu schmoren. Das Ergebnis ist dafür einmalig!

Rotweinbraten Rindfleisch Marinade Schmoren 3

Bevor ich euch das Rezept verrate, möchte ich ein bisschen was über die Herkunft des Fleischs schreiben. Seit ich Bloggerin bin, setzte ich mich immer mehr mit den Lebensmitteln auseinander, die ich verwende. Gerade bei Thema Fleisch gibt es große Unterschiede und mir ist es spätestens nach der „Schmeck die Heimat“-Aktion wichtig geworden, dass das Fleisch wenn irgendwie möglich aus der Region und aus artgerechter Haltung kommt. Das schmeckt nicht nur besser, es gibt mir auch das gute Gefühl, dass ich nicht gerade ein Tier esse, das ein Leben voller Qualen hinter sich hat. Ich weiß, das Thema wird viel diskutiert, ich bin kein Vegetarier und auch wenn ich versuche meinen Fleischkonsum einzuschränken und eben nur noch sehr bewusst zu essen, möchte ich nicht ganz darauf verzichten. Ich kaufe mein Fleisch am liebsten direkt auf dem Aalener Wochenmarkt oder beim Metzger meines Vertrauens, der noch selber schlachtet und das Fleisch ausschließlich von regionalen Bauernhöfen bezieht. Ich bitte euch, erkundigt euch nach der Herkunft eures Fleischs. Es ist natürlich viel einfacher und häufig auch günstiger, das eingeschweißte Fleisch aus der Kühltheke im Supermarkt zu kaufen, mit dem ursprünglichen Tier hat das ja eh nicht mehr viel Ähnlichkeit. Aber nur wir Verbraucher können etwas an den Tierhaltungs-Bedingungen ändern, in dem wir aktiv nachfragen und die richtigen Kaufentscheidungen treffen! Und glaubt mir, so ein gutes Stück Fleisch schmeckt einfach besser als das aus Massentierhaltung!

Zutaten (für einen richtigen Sonntagsbraten):
1 kg Rinderbraten (z.B. Schulter)
1/2 Bund Rosmarin
1 Stängel Salbei
8 Knoblauchzehen
2 rote Zwiebeln
2 TL Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
1 Zimtstange
3/4 l trockener Rotwein
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
1 TL Honig
4 EL süße Sahne
etwas Soßenbinder
evtl. dazu: Rosmarinkartoffeln und gedünstete Erbsen

Anleitung:
1. Rosmarin und Salbei waschen und mit Stengel grob kleinschneiden. Knoblauchzehen und Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Pfeffer grob mahlen. Nun alles mit Lorbeer, Zimt und Wein in eine Plastiktüte geben und den Braten hineinlegen. Die Tüte so zubinden, dass die Marinade das Fleisch komplett umhüllt und im Kühlschrank einen Tag durchziehen lassen.
2. Braten aus der Marinade nehmen, trockentupfen und gesalzen und gepfeffert in Öl in einem Schmortopf rundherum anbraten. Die Marinade mit allem Inhalt in den Topf gießen und bei kleiner Hitze auf dem Herd (oder im Ofen bei 180°C) mit Deckel 2 1/2 Stunden schmoren. Dabei immer wieder umdrehen.
3. Braten aus dem Topf nehmen und Sauce durch ein Sieb gießen. Im Topf bei starker Hitze leicht einkochen lassen und mit Honig, Salz, Pfeffer, Sahne und Soßenbinder binden. Braten in Scheiben schneiden und mit der Soße und Beilagen nach Wahl servieren.

Dauert: 30 Minuten (plus 1 Tag Marinieren und 2,5 Stunden schmoren)

Mein Fazit:
Zubereitung: Yay, wieder was von der Bucketlist streichen: Einen richtigen Sonntagsbraten machen. Check! Die Idee den Braten in einer Tüte marinieren zu lassen kam mir, als ich es zuerst in einer Schüssel versuchte und mich ärgerte, dass der Braten nur zu einem Drittel in der Marinade war. Durch die Tüte benötigt man relativ wenig Flüssigkeit für so viel Fleisch und kommt trotzdem überall hin. Ansonsten ist der Braten wirklich nicht schwer, man muss einfach nur Geduld für die Marinierzeit und das lange Schmoren im Ofen haben – letzteres ist gar nicht so leicht, denn das ganze Haus duftet dann nach Rotwein und Knoblauch.
Geschmack: OMG! Die Aromen von Wein, Kräutern und Knoblauch sind komplett ins Fleisch gezogen und schmecken einfach himmlisch. Dazu wird der Braten herrlich zart und zergeht mit der fleischigen Soße auf der Zunge. Nomnomnom – Fleischeslust vom Feinsten!

Rotweinbraten Rindfleisch Marinade Schmoren 1

Rotweinbraten Rindfleisch Marinade Schmoren 2

Hinweis: Mit diesem Rezept nehme ich am Blogevent „Rettet den Sonntagsbraten“ vom Kuriositätenladen teil. Ich finde Stephs Idee klasse, den Braten zu einem Blogevent-Thema zu machen!
Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!

teilen:Share on FacebookShare on Google+Pin on PinterestTweet about this on TwitterEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation