Gerade im Bereich Backbücher gibt es eine riesige Auswahl. In meinem Bücherregal stehen mittlerweile die verschiedensten Spezialbücher, über Cakepops und Modetorten und Kekse und und und. Trotzdem ist mein Backbuch-Neuzugang etwas besonderes. Gerade weil er nichts besonderes ist. Erklärung: „Backen!* hat kein spezielles Thema, sondern ist einfach ein gutes Backbuch mit vielen leckeren Backrezepten, einige Klassiker, nichts total verrücktes – aber alles sehr schön beschrieben, mit ansprechenden lecker Fotos und die gebackenen Ergebnisse sind dann einfach nur lecker. Backbücher wie dieses sollte es viel häufiger geben.

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Den „Kochbuch-Steckbrief“ werdet ihr jetzt künftig bei jeder neuen Rezension sehen. Ich möchte wieder vermehrt Koch- und Backbücher auf dem Blog vorstellen und für die ganz Eiligen unter euch wird der Steckbrief künftig die wichtigsten Facts zusammenfassen. Die nächste Änderung ist, dass es nicht mehr so viele Fotos von den Seiteninhalten geben wird, denn viele Verlage möchten das nicht, wegen Copyright. Macht aber nichts, ich werde euch statt dessen das erlaubte Bildmaterial vom Verlag zeigen und einfach mehr auf die Inhalte eingehen und die von mir aus dem Buch nachgekochten Rezepte. Denn daran sieht man, ob ein Kochbuch „funktioniert“ oder eben nicht.

Backen

Das Buch „Backen!* stammt von der Hamburger Zuckerbäckerin Christine Bergmayer. Die Autorin ist Konditorin und hat in dem Buch ihre „Lebensrezepte“ aufgeschrieben, wie sie selbst sagt. Also erprobte Lieblingsrezepte für jeden Tag, die sie von der Kindheit bis heute begleitet haben. Die Autorin hat schon als Jugendliche viel gebacken, mit 17 ihre Lehre gemacht und während der „Wanderjahre“ (10 Jahre lang!) viel in der Welt ausprobiert, sie weiß also wovon sie spricht.

Das Buch ist nach den unterschiedlichen Teigarten aufgeteilt:

  • Vorwort
  • Mürbeteig
  • Hefeteig
  • Geblätterter Teig
  • Brandteig
  • Biskuit
  • Rührteig
  • Weihnachten
  • Reisegebäck
  • Pimp your Cake
  • Register, Dank, Impressum

Im Vorwort beschreibt Frau Bergmayer ihre Liebe zum Backen und ihre verschiedenen beruflichen Stationen von einem Restaurant in Hannover über eine Stelle auf dem Kreuzfahrtschiff bis hin zu ihrer eigenen Backstube in Hamburg. Bei den einzelnen Stationen verweist sie bereits auf Rezepte im Buch, wieder ein Beweis, dass das Buch eine Art kulinarische Biografie ist.

Weiter geht es mit Tipps und Tricks zum Backen, der wichtigste ist: Man muss sich Zeit nehmen um zu Backen. Dazu werden Grundtechniken kurz erklärt wie Schokolade schmelzen, Arbeiten mit Fondant und Speisefarben oder Baisers. Eine Grundausstattung für eine Hobbybäckerküche wird empfohlen, genauso wie eine kurze Kunde der Basiszutaten. Gut gefällt mir auch die Beschreibung wie Zitronenzucker oder Vanillezucker selbst gemacht werden können. Das ist für mich als Foodie natürlich nix neues, aber wenn ich sehe, wieviele Leute immer noch künstlichen Vanillin(!)-Zucker aus dem Päckchen kaufen, kann man das nicht oft genug wiederholen.

Nach dieser ausführlichen Einleitung geht es endlich los mit den einzelnen Rezeptkapiteln. Jede Teigart wird zuerst erklärt, mit vielen Tipps für gutes Gelingen und ergänzenden Tricks zu Abwandlungen, Lagerung oder Resteverwertung. Fast jedes Rezept ist auf einer Doppelseite zu finden, auf einer Seite großflächig das Foto und auf der anderen gut verständlich erklärt Zutaten und Anleitung. Schade, dass manche Rezepte kein Foto haben, da ist für mich die Überwindung es trotzdem zu backen immer recht groß. Aber alles in allem sehr übersichtlich aufgebaut und immer mit Zubereitungszeit und Angabe wie lange die Gebäcke haltbar sind.

Am Ende findet sich noch ein kleiner Exkurs zu Dekorationen, das hätte ruhig ein bisschen mehr sein dürfen, von einer Konditorin kann man ja immer was lernen. Die Auswahl der Rezepte gefällt mir sehr gut, bei fast jeder Seite dachte ich mir „Ach, das muss ich auch mal machen!“. Dinge wie Löffelbiskuits, Banana-Josefine-Torte, Sachertorten-Schnitten oder ein saftiger Karottenkuchen mit Frischkäse-Topping sehen im Buch einfach zu gut aus.

Nachgebacken habe ich aus dem Buch bereits „Zopf mit Nuss-Apfel-Füllung“ etwas abgewandelt in der Form, nämlich als Nuss-Apfel-Blume (Rezept bereits verbloggt, nämlich hier)

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Die Idee für meine Apfel-Nuss-Blume hatte ich aus dem Buch

Insgesamt auf jeden Fall ein tolles Backbuch aus dem ich sicher einiges nachbacken werde. Als nächstes wahrscheinlich die Churros, die wollte ich schon immer mal selbst machen und mit der salzigen Karamellsauce spricht mich das Rezept besonders an.

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©Südwest Verlag

Wer noch etwas mehr über die Autorin und das Buch erfahren möchte, kann sich hier noch das Video zum Buch ansehen:

Hinweis: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Südwest-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt. Links, die mit einem Stern * markiert sind, sind Affiliate-Links. Viele Bilder für diese Rezension wurden mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, diese sind mit ©-Symbol versehen.

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