Wenn zu uns Gäste kommen, koche ich gerne groß auf. Aber in den meisten Fällen, wenn ich den Herd anwerfe, koche ich „nur“ für meinen Schatz und mich und da gibt es sogar im Foodblogger-Zuhause eher Alltägliches. Eigentlich schade, denn besonders kochen ist nicht immer gleichzusetzen mit aufwändig kochen. Das beweist mein neues Kochbuch „Rezepte für Zwei*“ aus der Reihe „Einfach Hausgemacht“. Darin sind viele wunderbare Ideen nur für uns zwei. Schon ist der Alltag vom Esstisch gewichen.

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Liebe geht durch den Magen. Das ist ja allgemein bekannt. Bei uns daheim trifft das absolut zu, der gemeinsame Genuss verbindet, unzählige Kochsessions zu zweit sind zu einem festen Ritual unserer Beziehung geworden. Als ich das Buch „Rezepte für Zwei„* entdeckte und die Rezepte überflog, wusste ich: Das ist wie für uns gemacht! Es stammt aus der Reihe „Einfach Hausgemacht“ aus dem LV-Verlag und kommt nicht von einem einzelnen Autor, sondern einem ganzen Team. Mit 154 Seiten ist das gebundene quadratische Buch (ISBN: 978-3-7843-5344-9, 16,95€) durchschnittlich dick, aber voll gepackt mit Rezepten.

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Und das genau ist drin (Inhaltsverzeichnis):

  • Morgens
  • Mittags
  • Abends
  • Dessert
  • Snacks
  • Draußen
  • Dinner

Die Aufteilung gefällt mir gut, denn genau so suche ich mir meine Rezepte für die jeweilige Gelegenheit aus. Sonst sind Kochbücher meist aufgeteilt nach Salat, Suppe, Fleisch, Gemüse etc. Das ist immer etwas schade, weil man sich so schon bei der Auswahl einschränkt und möglicherweise tolle Rezepte verpasst, die sich in einer anderen Kategorie verstecken.

Es gibt nur eine sehr kurze Einleitung von der Redaktion, danach geht es direkt weiter mit dem Rezepten. Zu jedem Rezept gibt es ein Foto (was ich sehr mag) und meist wird für jedes Rezept eine Doppelseite genutzt: Eine Seite Vollformat für das Foto und die gegenüberliegende Seite für das Rezept. Manchmal sind es auch zwei Rezepte pro Doppelseite. Die Fotos sind immer sehr ansprechend in guter Qualität aufgenommen und die Rezepte schön übersichtlich beschrieben. Kleine Tipps am Rande verraten Abwandlungsmöglichkeiten oder Ergänzungen. Manchmal wird das Rezept um weitere Fotos ergänzt, die die Zubereitung verdeutlichen.

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Das Kapitel „Morgens“ enthält (Überraschung) Ideen fürs Frühstück. Vom Müsli über Brotaufstriche bis hin zu herzhaften Sachen ist alles dabei. Für „Mittags“ werden eher kleinere leichte Gerichte verraten, Suppen, Salate, Snacks. „Abends“ sieht es nicht sehr viel anders aus, diese Sachen lassen sich besonders gut vorbereiten oder glänzen durch besonders schnelle Zubereitung. Das nächste Kapitel „Desserts“ ist für mich persönlich nicht unbedingt etwas für jeden Tag, da ich unterhalb der Woche nicht noch zusätzliche Desserts zum Hauptgericht zubereite, das überschreitet einfach die Kalorienmenge, die wir uns so jeden Tag gönnen mögen. Trotzdem sind wirklich leckere Rezepte dabei, auch schöne Sachen zum Verschenken. Das Kapitel „Snacks“ ist interessant, es ist eigentlich eine herzhafte Variante des davorgehenden Nachtischkapitels, man findet alles für den gemütlichen Fernsehabend, von selbstgemachten Chips bis zu reichhaltigerem Fingerfood und Getränken. Auch in „Draußen“ bin ich fündig geworden. Gut, das ist eher etwas für die wärmeren Jahreszeiten, aber ich hab das Buch auch schon eine Weile daheim und konnte deshalb auch die Grill-Gerichte auskosten. Im letzten Kapitel wird es dann doch etwas aufwändiger, aber nur ein bisschen. Hier findet man nämlich feine Rezepte fürs romantische Dinner zu zweit, Zutaten für besonderes Anlässe und Inspirationen fürs Verwöhnen des Liebsten.

Wer bisher die klassische Rezeptaufteilung vermisst hat, kann immer noch auf das Rezeptverzeichnis am Ende des Buches zurückgreifen. Hier wird schön aufgezählt nach Brot, Fleisch, Gemüse, Getränken, Milchprodukten, Nudeln, Obst und Sonstigem. Mir wäre eine alphabetische Reihenfolge nach Zutaten lieber gewesen, aber es sind ja nicht sooo viele Rezepte, dass man den Überblick verliert.

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Ich habe bereits folgende Sachen nachgekocht:
Selbst gemachtes Bircher Müsli, Brot aus der Pfanne, kleine Pfannkuchen mit Speck, Hähnchen-Paprika-Salat im Fladenbrot, Laugenbrezel mit Salzbutter und Gemüsechips. Ich habe einige meiner Nachkoch-Versuche fotografiert (siehe unten) und man sieht: Hat alles gut funktioniert, lecker geschmeckt und toll ausgesehen. Als nächstes möchte ich mal was aus dem „Dinner“-Kapitel ausprobieren, das Steak mit selbst gemachten Fitten spricht mich besonders an.

Laugenbrezel mit Salzbutter:

Hähnchen-Paprika-Salat im Fladenbrot:

Selbst gemachtes Bircher Müsli:

Mein Fazit:
Das Buch kann ich absolut weiterempfehlen. Man findet daran ganz einfache Rezepte (im ersten Moment dachte ich manchmal „Langweilig, kenne ich schon!“ aber dann fiel mir auf, dass ich gerade dieses einfache Gericht (wie die Pfannkuchen mit Speck) schon lange nicht mehr in dieser Variante gekocht habe. Wenn die Rezepte nämlich zu exotisch sind, sind sie nichts für jeden Tag. Oft reicht schon eine einzige Zutat, die vom Üblichen abweicht um das ganze Gericht abzuwandeln. Meinem Schatz haben die Rezepte auch gemundet und so hat uns das Buch viele weitere genussvolle Küchen-Pärchen-Momente beschert.

Hinweis: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom LV-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt. Die *Links sind Affiliate-Links.

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