Auch wenn der Frühling gerade erst im Kommen ist, habe ich schon wieder richtig Lust auf den Sommer! Ich verkürze mir die Wartezeit gerne in dem ich Urlaubsbilder vom letzten Jahr ansehe. Diesmal sollt ihr auch was davon haben, ich nehme euch mit zu einer imaginären Reise in die Toskana.

 Schlemmen! Antipasti, Pasta, Dolci…

Habt ihr Hunger? Dann solltet ihr die folgenden Bilder vielleicht nicht ansehen, die machen es nämlich nicht besser 🙂 Ich habe meine kulinarischen Entdeckungen der Toskana natürlich für euch festgehalten. Früher war ich ja der typisch deutsche Touri: Hauptsache Pizza! Wie schade, denn es gibt so viel mehr was sich lohnt probiert zu werden! Das Problem ist meistens die Menge. Die Italiener bestellen ja meist mehrere Gänge, da gibt es dann als Vorspeise schon Pasta, anschließend eine Suppe, danach ein Fleischgericht, zwischendurch noch was kleines und zum Schluss natürlich einen süßen Nachtisch. Da das kein Mensch essen kann, gehen in den Restaurants meist halbvolle Teller wieder zurück. Sorry, aber da wehrt sich mein schwäbisches Herz schmerzlich. Essen wegwerfen tut mir fast körperlich weh. Um dennoch in den Genuss einer Vor- oder Nachspeise zu kommen, habe ich mir häufig mehrere Primi bestellt, also z.B. Bruschetta und anschließend noch Gnocchi als Vorspeise. Und wenn ich mir den Nachtisch mit meinem Schatzi geteilt habe, konnte ich auch den verkosten.
Wir haben verschiedene Lokale ausprobiert, sehr zu empfehlen sind in der Toskana die Osterias und Trattorias, die haben meist eine kleine Speisekarte mit ausgewählten Gerichten (selten Pizza), aber die sind dafür so gut zubereitet, dass man immer wieder kommen mag. So ging es uns auch mit der Osteria „8etti“ in Viareggio (Via U. Foscolo 3). Sie liegt etwas abseits der Strandpromenade, aber sowohl Ambiente, Service als auch das Essen (hach) waren so gut, dass wir mehrfach dort aßen.
Was wir genau gegessen haben und wo könnt ihr direkt in den Bildunterschriften lesen.

Futter für die Augen: Sightseeing

 Nicht nur der Gaumen bekommt in der Toskana etwas zu kosten. Auch für die Augen bietet diese Region Italiens jede Menge! Wir haben während unserer Reise die Hotspots aus dem Reiseführer und noch etwas mehr besucht: Pisa, Florenz, Lucca. Hier einige Impressionen davon:

Spezialtipp: Wanderung durch Cinque Terre:

Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Wanderung entlang der Küste von La Spezia. Das Wandergebiet „Cinque Terre“ ist mit dem Zug gut zu erreichen. Um dort wandern zu dürfen, muss man ein Ticket kaufen, das sich aber unbedingt lohnt! Die Landschaft ist atemberaubend und man wandert auf abenteuerlichen Pfaden entlang der Küste von Ort zu Ort. Die Strecke ist schon relativ anstrengend, da sie einige Steigungen hat, aber mit gutem Schuhwerk und ein bisschen Kondition leicht zu bewältigen. Wer gar nicht mehr gehen mag, kann dann auch wieder den Zug nehmen und sich so die Strecke abkürzen. Den Rest sehr ihr besser auf den Bildern:

Ice, Ice, Baby

Typisch Italien ist natürlich Gelato! Auch in der Toskana findet ihr davon jede Menge, aber nicht nur profanes Milcheis, sondern viele verschiedene Sorten. Meine liebste Neuentdeckung dort war Granita. Das ist eine Mischung aus gecrashtem Eis, frischen Früchten (oder dem Saft davon) und Zucker. Bekommt man in einem Becher mit Strohhalm und Löffel und ist unglaublich erfrischend. Besonders die Variante mit frischen Zitronen hatte es mir während einer schweißtreibenden Wanderung schwer angetan. Hier meine liebsten Eisdielen der Toskana:

Vorsicht, so bitte nicht!

Ja, es gibt auch in der Toskana kulinarische schwarze Schafe. Wo viele Touristen sind, will immer irgendjemand Geld damit verdienen. Besonders in Viareggio (dem Strandort wo wir wohnten) und den typischen Sight-Seeing-Städten wie Pisa leuchteten die Dollarnoten in den Augen vieler Einheimischer. Da es genügend Touristen gibt, die darauf hereinfallen, wird es das wahrscheinlich immer geben. Auch wir sind das ein oder andere Mal in die Falle getappt. Das erste mal gleich am ersten Tag, als wir unbekümmert einen Strandtag verbringen wollten und schließlich 40€ (!) für wenige Stunden Miete zweier Liegestühle mit Schirm (nicht mal direkt am Meer, sondern ca 20. Reihe) berappen mussten. Dusche und Co kostete extra. Nach dieser Erfahrung fuhren wir dann immer mit dem Auto zum öffentlichen Strand, wo außer uns nur Einheimische badeten. Perfekt. Dazwischen gab es immer wieder ärgerliche kleine Zwischenfälle, überhöhte Parkgebühren oder Service-Taxes. Bitte nicht falsch verstehen, ich sehe absolut ein, dass die Menschen dort vom Tourismus leben und bin bereit für gute Leistungen auch gut zu bezahlen. Am meisten geärgert haben wir uns über das Abendessen am letzten Tag. Sonst informierten wir uns meist im Internet oder spazierten lange durch den Ort und studierten Speisekarten (und die Teller der anderen Gäste), bevor wir uns für eine Essenslocation entschieden. Am letzten Abend waren wir dafür aber zu müde und hungrig und entschieden uns für ein Restaurant direkt an der Strandpromenade von Viareggio: Das „Sa Playa“ (Viale Margherita). Nachdem uns ein unfreundlicher Kellner an ein Klapptischchen unter Neonbeleuchtung gesetzt hatte und die Plastiktischdecke grob abwischte, hätten wir eigentlich aufstehen sollen. Haben wir leider nicht und kamen so in den „Genuss“ von verbrannter Pizza und dem Hauswein, den man super als Essig hätte verwenden können. Das Essen war zwar nicht teuer, aber wenn man fast alles stehen lässt, sind dann auch 8 Euro zu viel für eine Pizza. Also, wenn ihr nicht zufrieden seid: Unbedingt beschweren oder rechtzeitig weitergehen!

DSC03877

Die Unterseite der Pizza im Sa Playa war leider komplett schwarz

Shopping

Irgendwann geht auch der schönste Urlaub zu Ende, aber man kann sich ja ein paar Erinnerungen mit nach Hause nehmen, bei mir sind das fast immer essbare Souvenirs 🙂 Besonders lohnenswert sind meiner Meinung nach Parmesan und Olivenöl. Die bekommt ihr in der Toskana in bester Qualität zu vernünftigen Preisen (am besten direkt vom Hersteller, zur Not geht aber auch vom Markt oder sogar aus dem Supermarkt, da aber unbedingt auf den Hersteller achten!). Neben weiteren Käsesorten habe ich dann noch Wein, diverses Gebäck (Cantucchi, Amarettini, kleine Kuchen und Kekse etc), getrocknete Pilze, Pasta getrocknet und frisch, Espressopulver, Trüffelöl, Trüffelpaste und luftgetrockneten Schinken eingekauft. Das wird nicht alles selbst verputzt, sondern geht teilweise auch an meine Liebsten zu Hause.
Besonders gut gefallen hat es uns im „Casa alla Terra“, einem kleinen Laden direkt an der Straße bei San Gimignano. Hier konnte man nach Herzenslust Wein, Käse und Olivenöle probieren. Entweder eine kleine Menge kostenlos direkt an der Theke, oder wenn man mehr probieren möchte, stellen die netten Verkäufer auch ein richtig tolles Vesperbrett mit verschiedenen Käsesorten, Chutney, Trauben, Brot etc. zusammen. Hier solltet ihr Hunger mitbringen!

Mein Fazit

Die Toskana ist immer einen Besuch wert! Auch wenn dies hier schon der dritte Urlaub für mich war, habe ich wieder viel neues entdecken können und alle Akkus aufgetankt.

Wer noch mehr Toskana Bilder sehen will: Es gibt hier auf dem Blog noch einen anderen Bericht. Die kulinarischen Freuden der Toskana durfe ich bereits bei einer Kurzreise im Mai 2013 kennenlernen. Damals hatte ich mich schwer in die wunderschöne Landschaft und das köstliche Essen verliebt und war sicher: Ich komme wieder!

teilen:Share on FacebookShare on Google+Pin on PinterestTweet about this on TwitterEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation