Juhu, endlich mal wieder ein Blogger-Backbuch! Der „Backbube“ Markus hat mit „Backen mit dem Backbuben*“ sein zweites Buch veröffentlicht. Auch wenn ich es unglaublicherweise immer noch nicht geschafft habe, Markus persönlich kennenzulernen (er wohnt gar nicht so weit weg von mir: in Ulm), ist er noch immer eines meiner großen Blogger-Vorbilder. Ich mag sein Blog, seine Rezepte, seine Fotos und seine lockere Art zu schreiben. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an sein zweites Buch. Und sie wurden nicht enttäuscht!  Meine Meinung zum Buch und Fotos vom wohl mutigsten Kuchen, den ich je gebacken habe – heute auf dem Blog!

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Hach ja. Der Backbube. Sein Blog war eines der ersten, das ich gelesen und begeistert verfolgt habe. Sein zweites Buch heißt „Backen mit dem Backbuben*“ und ist im EMF-Verlag erschienen. Für 19,99€ (ISBN: 978-3-86355-414-9) bekommt ihr ein Hardcover-Backbuch mit 156 Seiten, qualitativen Foodfotos und 62 kreative Rezepte (wenn ich mich nicht verzählt habe). Die Rezepte sind verständlich beschrieben und funktionieren (zumindest bei mir und das will was heißen). Zu jedem Rezept gibt es eine kleine persönliche Einleitung und einen „Kleinen Tipp“ zur Zubereitung oder mit Variationsideen.

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Und das genau ist drin (Inhaltsverzeichnis):

  • Vorwort
  • Grundlagen
  • Grundrezepte
  • Gebackenes mit Alkohol und Cocktail-Cakes
  • Süßes&Deftiges vom Grill
  • Süßes für die Liebsten
  • Süße Kleinigkeiten
  • Klassiker
  • Register

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Die Aufteilung hätte ich gar nicht gebraucht, denn wie so oft bei Backbüchern suche ich eigentlich selten nach einem bestimmten Kuchen, sondern eher nach etwas, dass mich anspricht. Viele Kuchen hätte man auch innerhalb der Kategorien austauschen können (so findet man z.B. auch in anderen Kapiteln Rezepte mit Alkohol 🙂 Fällt mir aber erst auf, seit ich babybedingt keinen Alk mehr trinken darf). Schön finde ich auf jeden Fall, dass sowohl ausgeflippte Sachen dabei sind als auch die guten alten Klassiker (die trotzdem aufgepeppt wurden – langweilig wird es in Markus Backstube wohl nie).

Nach dem sympathischen Vorwort erzählt der Backbube ein wenig über die Grundlagen der Backstube. Am Anfang dachte ich noch „Denkt der, ich bin doof?“ zum Beispiel als er bei Materialkunde beschrieben hat, wozu man einen Backpinsel benötigt. Das ist ja wohl klar wie Kloßbrühe. Dass man aber einen Eisportionierer für Muffins verwenden kann, habe ich selber nicht gewusst. Spätestens bei den Tipps&Tricks hatte er mich. Beim Backen kommt es auf die Feinheiten an (im Gegensatz zum Kochen, wo man selbst nach größter Improvisiererei immer noch was halbwegs leckeres auf dem Tisch bringt). Ich gebe ja zu, dass ich mich immer zwingen muss, mich an Rezepte zu halten und diese Küchenkreativität ist mir beim Backen schon oft zum Verhängnis geworden. Dank den Tipps von Markus ahne ich jetzt, wieso das ein oder andere Rezept bei mir schief gegangen ist. Außerdem kann ich dank der beschriebenen Grundrezepte trotzdem wieder kreativ sein. Z.B. lässt sich der süße Hefeteig wunderbar mit Früchten belegen und sein Biskuit ist jetzt schon fest verplant für Erdbeerkuchen mit Puddingschicht.
Backbube Backen 7Spannend sind die Rezepte für Kuchen und Co vom Grill. Das wäre sogar was für meinen Mann (der ein sehr guter Bäcker ist, aber abseits der Klassiker wie Käsekuchen und Hefezopf nix neues ausprobieren mag). Leider hab ich davon noch keines ausprobiert, weil a) (ich gebe es zu) der Grill bisher Hoheitsgebiet meines Mannes war und ich b) echt Respekt von diesem Weber-Grill-Monster auf unserer Terrasse habe. Markus hat im Buch einen Kugelgrill mit Holzkohle verwendet, wir haben so ein großes Gas-Dingens und da muss ich erst mal sehen, wie sich das auf die Garzeiten auswirkt. Falls ich das nicht hinbekomme, versuche ich mal die Grillfunktion meines Backofens.

Am Ende findet ihr nach den Klassikern noch das typische Register, die Danksagung und (sehr lesenswert) eine Übersicht, wieviele Zutaten für alle Rezepte des Buchs benötigt wurden. Den Abschluss bildet ein kleiner Einblick „Über den Autor“ und das Impressum.
Backbube Backen 6Ich habe bereits folgende Sachen nachgekocht:

Zitronen-Ingwer-Kuchen mit Gin und Rosmarin (in Gugelform, siehe Fotos), süßer Hefeteig, Vanillezucker (mit braunem Zucker!), Nusskuchen mit Zartbitterglasur (als Muffins) und den Käsekuchen ohne Boden.

Mein Fazit:
Das erste Buch von Markus „Geschenke aus dem Obstgarten“ habe ich bereits hier auf dem Blog vorgestellt. Sein zweites Buch gefällt mir noch besser, weil die Rezepte noch größeres „Nachback“-Potential für mich haben. Da ist eben alles dabei, sehr exotische und auch aufwändige Kuchen zum Angeben bei Freunden und Familie und auch einfache Klassiker für jeden Tag. Ich klebe ja immer Post-Its auf Seiten mit Rezepten, die ich mal nachbacken möchte und in diesem Buch ging ein ganzen Blöckchen drauf, weil fast jedes Foto mir das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Gerade seine exotischeren Rezepte (wie die Cocktailkuchen) sorgen für geschmackliche (positive) Überraschungen. Als ich den Zitronen-Ingwer-Kuchen mit Rosmarin zur Geburtstagsparty meiner Schwester mitgebracht habe, wurde er erst mal misstrauisch beäugt. Nach der ersten Geschmacksprobe waren jedoch alle wirklich angenehm überrascht wie gut die Aromen zusammen passen.

Hinweis: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom EMF-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt. Die *Links sind Affiliate-Links.

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