Schon seit dem Foodbloggercamp 2015 war ich angefixt und wollte mich an der Sous-Vide-Küche versuchen. Jetzt war es endlich so weit, ein Sous-Vide-Gerät war im Haus und nach einigen einfacheren Versuchen schaffte ich mein erstes Sous-Vide Hauptgericht: Einen traumhaft zarten Lachs – durchzogen von Dill-, Zitronen- und Olivenölaromen und dazu knackigen Wildreis mit einer leichten Soße. Meine Erfahrungen mit dem Sous-Vide-Gerät (und was Sous Vide eigentlich ist, für alle Neulinge in dem Gebiet) inklusive Rezept jetzt hier auf dem Blog.

Sous Vide Lachs 18

Ich bekam die wunderbare Chance das Sous-Vide-Gerät „KitchPro Epicuré Sous Vide“ im Rahmen einer Kooperation mit dem Onlineshop CoolStuff.de zu testen. An diesem Gerät gefiel mir schon vor der Bestellung, dass man es mit eigenen Töpfen kombinieren kann und es so relativ wenig Platz im Schrank benötigt (für einen Küchengadget-Suchti wie mich ein schlagkräftiges Argument). Wer sich etwas auskennt, weiß, dass die gängigen Sous-Vide-Geräte ganz schön große Kästen sein können.

Sous Vide Lachs 1

Was ist dieses Sous-Vide eigentlich? Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutete „unter Vakuum“. Und so ist es auch. Man packt die Lebensmittel in einen Kunststoffbeutel, entfernt die Luft daraus und gart nun bei relativ niedrigen Temperaturen (unter 100 °C). Klingt einfach, aber man kann daraus eine richtige Wissenschaft machen (googelt es einfach mal – der Hammer!). Trotzdem hab ich mich rangetraut und mal durch einschlägige Webseiten gelesen.
Jetzt noch ein paar Worte zum Gerät, bevor ich euch das Rezept verrate: Ich bin vom KitchPRO tatsächlich positiv überrascht. Der Preis ist für ein Sous-Vide-Gerät noch im unteren Bereich, dafür aber die Qualität wirklich gut. Das Gerät ist gut verarbeitet, sieht edel aus und das Wichtigste: Es erfüllt seinen Zweck – Es kann ein Wasserbad über längere Zeit auf ein Zehntel Grad genau warmhalten. Die Bedienung ist ziemlich selbsterklärend: KitchPRO an einen mit Wasser gefüllten Topf hängen (Wasserhöhe muss innerhalb der Markierungen sein), einschalten und gewünschte Temperatur und Gardauer eingeben. Nun wird das Wasser erwärmt bis ein Piepton verkündet, das die gewünschte Temperatur erreicht ist. Jetzt das Gargut ins Wasser geben (im Vakuumbeutel! Mehr dazu weiter unten) und nach Tastendruck beginnt die Zeit zu laufen. Die Zeit ist abgelaufen, wenn das Gerät wieder piepst und ihr könnt den Beutel raus nehmen. Fertig! Die meisten Sous-Vide Gerichte werden nach dem Wasserbad noch weiterverarbeitet (z.B. auf den Grill gelegt). Ihr könnt Sous-Vide sowohl Fleisch, Fisch, als auch Gemüse zubereiten.

Sous Vide Lachs 2

Als ersten Versuch wird empfohlen, ein Ei zu kochen und das habe ich dann auch gemacht. Vorteil ist, dass die Eier schon in einer Vakuum-Verpackung aus dem Huhn kommen 🙂

Das perfekte Ei

Fürs perfekte Ei habe ich die Eier (Kühlschranktemperatur) bei 62,5°C 45 Minuten lang gegart. Ja gut, das ist jetzt nicht gerade das perfekte Frühstücksei für eilig Hungrige. Aber die Konsistenz ist so toll, dass sich der Versuch lohnt. Mehr seht ihr auf den Bildern:

Einziger Nachteil bei dem Gerät ist, dass kein Vakuumierer dabei ist. Man muss also selbst sehen, wie man die Lebensmittel in einen luftleeren Beutel bekommt. Mein Tipp: Bei Fleisch einfach direkt beim Metzger einvakuumieren lassen. Ansonsten gibt es online ein großes Angebot an Vakuumiergeräten in jeder Preisspanne. Ich wollte mir nicht gleich eins zulegen und habe den Tipp von einer Freundin ausprobiert: Alle Zutaten in einen Zipp-Beutel geben, dann den Beutel langsam ins Wasser tauchen (die Beutelöffnung muss aber oberhalb des Wassers bleiben), so entweicht die Luft ganz automatisch und man kann den Zipper schließen. Hat bei mir gut funktioniert, wie ihr gleich auf den Fotos beim Lachs seht:

Aromen-Lachs mit Wildreis

Zutaten (für zwei Genießer):
1 Stück frischer Lachs (ca. 350g)
1/2 Zitrone
2 EL Olivenöl
1/2 TL Dill
Salz, Pfeffer
2 Tassen Wildreis
für die Soße
1 kleine Zwiebel
etwas Butter
1 TL  Gemüsebrühe gekörnt
250 ml Wasser
2 EL süße Sahne
3 TL Senf
1 TL Dill
1 TL Speisestärke

Anleitung:
1. Das Sous-Vide Gerät im Wasserbad vorbereiten. 25 Minuten bei 45 °C einstellen. Lachs waschen und trockentupfen. Mit Zitronenscheiben, Öl und Dill in einen Zipp-Beutel geben. Sobald das Wasserbad die richtige Temperatur hat, den Zipp Beutel soweit untertauchen, dass die Luft entweicht, aber noch kein Wasser reinkommt und Beutel schließen. Im Wasserbad garen bis die 25 Minuten um sind.
2. Den Wildreis nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. Den Lachs aus dem Beutel nehmen, salzen und pfeffern und ohne die Zitronen in einer Pfanne von beiden Seiten je 2 Minuten anbraten.
3. Zwiebel in Butter anbraten, mit Brühe (in Wasser aufgelöst) ablöschen. Süße Sahne, Senf und Dill einrühren. Mit Speisestärke abbinden.
4. Lachs in zwei Teile schneiden und mit Reis und Soße (und ggf. einer Zitronenscheibe und Petersilie als Garnitur) servieren.

Dauert: 60 Minuten (davon 25 Min im Wasserbad und ca. 40 Minuten für den Reis)

Mein Fazit:
Zubereitung: Natürlich ist das Garen im Wasserbad nochmal ein zusätzlicher Schritt, weil man den Lachs ja trotzdem noch in der Pfanne anbraten muss. Aber dieser Schritt lohnt sich! Ich bin noch lange kein Profi und habe den Lachs ein kleines bisschen zu lange in der Pfanne gebraten, aber geschmeckt hat er trotzdem fantastisch!
Geschmack: Wohooo! Der Lachs zerfällt wunderbar und man hat nicht diese typischen trockenen Fasern, sondern weichen saftigen Fisch voller Aromen! Dazu passt herrlich der nussige Reis und die cremige Dill-Sauce.

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Übrigens: Wenn ihr jetzt übrigens auf den Geschmack gekommen seid, erhaltet ihr mit dem Code „EPICURELIEBE“ 10% Rabatt auf das „KitchPro Epicuré Sous Vide„-Gerät (gültig bis 05.05.2016).

Hinweis: Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Coolstuff.de

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