Zur Zeit zieht es mich immer wieder zu den guten alten Klassikern im Kochbuch. Kein Schnick-Schnack, keine Zuckerstreusel, kein Superfood, sondern einfach gute ehrliche Rezepte, wie sie die Oma früher gemacht hat. Deshalb führe ich hiermit die neue Kategorie „Omas Klassiker“ ein, mit ein paar Tipps für gutes Gelingen. Den Anfang macht mein liebstes Apfelrezept: Der Apfelstrudel. Nach vielen vielen Versuchen bekomme ich den Strudelteig nun endlich fast so dünn hin wie die Oma früher, meine Tricks dafür verrate ich hier.
Und weil dieses Rezept einfach zeitlos lecker ist, mache ich damit am Blogevent „Bastis Zeitkapsel“ (tolle Idee!)  von Das Kocherl mit.

apfelstrudel-6

Zutaten ( 1 großen oder 2 kleine duftende Strudel):

250g Mehl
2 EL zerlassene Butter
1 Ei
1 Prise Salz
2 El Weißwein
1 EL Öl
100ml lauwarmes Wasser
2 kg Äpfel
1 Zitrone
100g Rumrosinen (Rosinen in Rum eingelegt)
3 EL gehobelte Mandeln
70g Zucker
1 TL Zimt
2 EL Semmelbrösel
ca. 100g zerlassene Butter
Puderzucker zum Bestäuben 

Anleitung:

1. Mehl mit Butter, Ei und Salz verkneten. Weißwein und warmes Wasser löffelweise dazukneten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Teigkugel in Schüssel mit Öl bepinseln (damit Teig noch geschmeidiger wird) und an einem warmen Ort 30 Minuten ruhen lassen.
2. Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit 4 EL frisch gepressetem Zitronensaft und den Rumrosinen vermischen. Mandeln, Zimt und Zucker dazugeben.
3. Teig halbieren und jeweils auf einem bemehlten Küchentuch oder eine Backfolie ausrollen bis das Muster durchscheint. Das dauert eine Weile und man benötigt richtig Kraft um das Nudelholz immer wieder kräftig über den Teig zu rollen, aber es lohnt sich. Nun den dünnen Teig locker mit Butter bepinseln und mit Semmelbröseln bestreuen. Apfelmasse darauf verteilen. An den schmaleren und einer langen Seite ca 3 cm Rand aussparen. Die schmalen Seiten bis zur Füllung einschlagen und dann von der nicht ausgesparten Seite mit dem Küchentuch (oder der Backfolie) aufrollen.
4. Strudel vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech heben (Naht nach unten) und großzügig mit Butter bepinseln. Bei 200 °C ca: 1 Stunde auf mittlerer Schiene backen.
5. Vor dem Verzehr mit Puderzucker bestäuben.
Dauert: 60 Minuten (+60 Minuten im Ofen)

Mein Fazit:
Zubereitung: Ein Apfelstrudel ist eher nichts für Backanfänger, aber mit ein bisschen Übung und Geduld auch keine große Sache. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall! Aufpassen muss man hier, dass die dünne Teigdecke beim Bestreichen und aufrollen nicht reißt. Aber durch das Öl und den Weißwein ist der Teig eigentlich recht geschmeidig. Nicht zuviel Mehl zum Ausrollen verwenden! Außerdem ist es wichtig, dass man Butter (keine Margarine oder so nehmen), weil die am besten schmeckt und den Teig knusprig lecker werden lässt.
Geschmack: Es gibt kaum was besseres als Apfelstrudel frisch aus dem Ofen! Dazu ein Klecks Sahne, eine Kugel Vanilleeis oder Vanillesoße reichen. Ich persönlich mag Apfelstrudel am liebsten ein bisschen seltsam: Ich esse ihn eingeweicht in einem Schälchen Milch. Wer Rosinen nicht mag, kann den Strudel natürlich auch mit anderen Trockenfrüchten backen, z.B. schmecken Feigen recht fein, ich könnte mir aber auch Aprikosen oder Ananas vorstellen.

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2 Thoughts on “Omas Klassiker | Apfelstrudel und wie man hauchdünnem Strudelteig macht

  1. Julia & Basti on 24. November 2016 at 9:50 said:

    Liebe Julia!!
    1000 Dank fürs Mitmachen und das tolle Rezept!! Apfelstrudel ist klasse! Den probieren wir mal aus, denn was Strudel angeht bin ich bisher ein Muffel 😉

    Und klar kannst du dir die Zeitkapselidee „klauen“ :-)) Viel Spass beim planen!!

    Ganz liebe Grüsse
    Julia& Basti

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