Huiuiui. Ich hatte die Vorweihnachtszeit so gut geplant. Dieses Jahr wollte ich stressfrei die geniale Kombination „Elternzeit & Adventszeit“ genießen: Mit dem Käferle Christbaumschmuck basteln, stundenlang auf Weihnachtsmärkten herumtrödeln, alle Weihnachtsfilme gucken und vor allem Backen und Bloggen was das Zeug hält.
Hach ja. Seufz.
Warum das so leider nicht geklappt hat und warum ich die letzten Wochen trotzdem auf keinen Fall missen möchte, verrate ich in meinem kleinen Rückblick und wünsche euch damit frohe Weihnachten.
weihnachten-1

Wenn Pläne nur immer in der Realität so gut funktionieren würden, wie in meinem Kopf. Was habe ich mir nur alles ausgedacht, als ich vor genau einem Jahr mit dickem Babybauch auf dem Sofa saß und Plätzchen futterte. Ich habe sogar To-Do-Listen gemacht.
Nun wurden meine Pläne aber durchkreuzt.
Das Käferle ISST meinen Christbaumschmuck bevor er fertig gebastelt ist. Weihnachtsmärkte sind zu kalt oder zu nass für einen längeren Aufenthalt mit Baby (und machen ohne passende Gesellschaft und Glühweihn auch nur halb so viel Spaß). Und leider bleibt einem mit Baby längst nicht soviel Freizeit, wie ich mir das mal vorgestellt hatte, weshalb auch das Bloggen viel zu kurz kommt. Und wenn dann so fiese Sachen wie Zahnen, familienübergreifende Magen-Darm-Grippen oder Wachstumsschübe kommen, dann ist eh alles durcheinander und ich als Mama darf noch mehr Kuscheleinheiten geben als sonst.  STOP. Bevor Mitleidsbekundungen kommen oder jungen Menschen ihre Familienpläne aufgeben…

Es geht mir sehr gut. Trotz aller durchkreuzten Pläne genieße ich die Vorweihnachtszeit mit Baby sehr. Ich habe tastächlich schon alle Geschenke besorgt und sogar schon eingepackt. Ich habe daheim mindestens 15 Sorten Plätzchen gebacken und noch mehr Sorten meinen VHS-Schülern in zwei wunderbaren Kursen beigebracht. Tagsüber laufen bei uns seit November die schönsten Weihnachtslieder und -hörbücher, inklusive aller winterlichen Hörspiele aus meiner Kindheit. Und ich habe bereits alle meine Lieblings-Weihnachtsfilme gesehen, sogar welche, die ich noch gar nicht kannte (OMG, „Tatsächlich Liebe“ ist ja so schöööön!).
Ja, das Leben mit Baby ist anders. Und wenn man das mal akzeptiert hat, ist anders auf einmal wunderschön. Sich einfach treiben lassen, den Moment genießen und sich auf neue Möglichkeiten einlassen, war für mich als durchgeplanten, organisierten Menschen sehr schwer. Und doch habe ich es (nach 10 Monaten „Ausbildung“) gelernt. Wenn man zusieht, wie ein Baby die Welt für sich entdeckt, sieht man plötzlich viele Sachen viel deutlicher, erlebt Momente intensiver. In den Augen von Max ist alles ein Wunder, für mich alltägliche Dinge werden bestaunt und kleine Gesten werden hundertfach wiederholt. Gerade in der Vorweihnachtszeit kommen bei mir viele Erinnerungen an meine Kindheit hoch, glückliche Momente, liebgewonnene Rituale und ich bin dankbar für mein bisheriges Leben, für die Lieben, die mich großgezogen haben und die die für mich da waren und mich auf meinem Weg begleitet haben.

Nun ist es tatsächlich schon heilig Abend. Mein Mann fährt mit Käferle noch ne Runde mit dem Kinderwagen, damit ich ein paar ruhige Minuten für mich habe Wir feiern auch dieses Jahr wieder bei uns zu Hause und unsere ganze Familie kommt, um Käferles erstes Weihnachten zu feiern. Essen, Deko und Tagesablauf sollen möglichst stressfrei fürs Käferle ablaufen : Ich koche deshalb gar nicht (Schatz hat gestern schon Rouladen und Spätzle vorbereitet und die Familie bringt Salat und Nachtisch mit), die Tischdeko wird schön und schlicht ausfallen (wenn dann erst noch das Essen, Weingläser und sonstiger Kram darauf steht sieht das bombig aus) und der Tagesablauf richtet sich voll und ganz nach den Baby-Schlafenszeiten. Fertig. Dann läuft das schon. Ihr seht, dass unser Weihnachtsbaum dieses Jahr IM Laufstall des Käferles steht. Irgendwie war es einfacher den Baum da einzusperren, als das Baby 🙂 Und daneben seht ihr den aktuellen Stand der Tischdeko.

Hui. Das war wohl mein persönlichster Post bisher, keine Angst, nach Weihnachten gibt es wieder Rezepte 🙂
Ich wünsche euch wunderschöne entspannte Weihnachten, besinnliche Stunden mit euren Liebsten und genussvolle Momente unterm Tannenbaum. Und mit diesem Zitat, von dem nicht ganz klar ist, wer er wirklich gesagt hat, Tolstoi oder ein Mönch im Mittelalter, verabschiede ich mich in die Weihnachtspause:

snowflake-kiss

teilen:Share on FacebookShare on Google+Pin on PinterestTweet about this on TwitterEmail this to someone

One Thought on “Weihnachten mit Baby – mein persönlicher Weihnachts-Rückblick

  1. Am schönsten ist der Käfig-Christbaum 😉 Liebe Grüße, Claudia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation