Nur noch einmal schlafen, dann ist Weihnachten! Nachdem ich letztes Weihnachten unter den Palmen Thailands verbracht habe, zelebriere ich dieses Jahr andächtig jeden Brauch rund ums große Fest. Für den vierten Advent habe ich deshalb ein richtiges Festessen geplant: Echtes Wiener Schnitzel (also mit Kalbsfleisch). Auf dem Wochenmarkt entdeckten wir noch wunderschöne bunte Karotten, damit wollte ich schon lange mal kochen. „Bunte“ Lebensmittel werden immer häufiger, weil man sich wieder auf die alten Sorten beruft, die mehr Vitamine und Mineralstoffe haben als die heutigen überzüchteten Sorten. Und früher waren Karotten eben auch mal lila. Probierts mal aus, geschmacklich sind die viel intensiver als die gewöhnlichen Möhrchen.

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Vor lauter Plätzchen-Backen hab ich doch glatt das Kochen ein bisschen vernachlässigt. Und bei diesen ganzen süßen weihnachtlichen Leckereien brauche ich mal etwas Herzhaftes, das nach Sommer schmeckt – sozusagen als Ausgleich. Diese Nudeln mit knackigem Rucola, einem Hauch gutem Olivenöl und viel frisch geriebenem Parmesan sind schnell gemacht und trotzdem voller Geschmack.


Zutaten (für 1 verrückte Nudel):
2 Hand voll trockener Vollkornnudeln
50g Rucola
1 Hand voll Cherrytomaten
2 EL gutes Oliven-Öl
30g Parmesan
Pfeffer
Chili
Salz

Zubereitung:
1. Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest garen.
2. Rucola und Tomaten waschen. Tomaten halbieren. Noch heiße Nudeln mit Rucola, Tomaten und Öl vermischen.
3. Parmesan über die Nudeln reiben und mit Pfeffer, Chili und Salz abschmecken.

Dauert: 10 Minuten

Fazit:
Zubereitung:
Das perfekte Gericht wenn man (wie ich so oft) ganz plötzlich und überraschend furchtbaren Hunger bekommt und sogar kurz überlegt eine Dose Ravioli heiß zu machen. In der gleichen Zeit schafft man dieses frische Gericht.
Geschmack: Erstaunlich, dass so wenige Zutaten zusammen so lecker schmecken können. Nudel mit Öl und Parmesan sind sowieso schon eine gute Kombination. Dazu passt super das frische Gemüse.

Es ist wirklich verrückt. Einerseits bin ich schon total in Weihnachtsstimmung, höre Weihnachtslieder, sehe mir meine Lieblings-Weihnachts-DVDs an und backe Plätzchen am Fließband. Andererseits sehne ich mich jetzt schon so nach Sonne und Wärme, dass ich nicht weiß, wie ich den langen Winter der noch vor uns liegt überstehen soll. Heute war wieder so ein Tag, wo die Sonnensehnsucht überwog. Deswegen kam heute Sommer in den Topf. Den Sommer kann man sich nämlich in Form einer karibischen Curry-Mischung auf Vorrat zubereiten und in eine Gewürzmühle gepackt jederzeit hervorholen um ein Gericht zu verfeinern.

Karibische Curry-Mischung:
3 EL Koriandersaat
2 TL ganzer Kreuzkümmel
3 EL Kokosraspeln
1 TL schwarze Senfsaat
1 TL feines Meersalz
1 TL gemahlener Cayennepfeffer
1 TL gemahlener Knoblauch
1 EL gemahlenes Kurkuma
1/2 Espressolöffel gemahlene Vanille

Koriander, Kreuzkümmel, Kokos und Senfsaat bei kleiner Hitze in einer beschichteten Pfanne rösten bis sie duften und die Kokos-Raspeln eine goldbraune Farbe angenommen haben. Die Gewürzmischung anschließend in einem Mörser zerstoßen und mit Salz, Cayennepfeffer, Knoblauch, Kurkuma und Vanille vermischen. In eine Gewürzmühle füllen.

Zutaten (für eine Sommer-Sehnsuchts-Suppe für zwei)

2 Zwiebeln
1 TL OlivenÖl
1 EL karibische Curry-Mischung
700g Karotten
1/2 Liter Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
100g saure Sahne
100g Joghurt
100ml Orangensaft
100g gemischtes Hackfleisch
1 EL Sambal Oelek
2 Eier



Anleitung:
1. Zwiebeln schälen und würfeln. In einer Pfanne mit Öl glasig dünsten. Curry-Mischung dazugeben und kurz mitrösten.
2. Karotten schälen, kleinschneiden und dazugeben. Mit Gemüsebrühe ablöschen, weich kochen und
pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nochmal kurz aufkochen und Sahne, Joghurt und Saft hineinrühren. Vom Herd nehmen.
3. Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Pfanne anbraten und mit Sambal Oelek würzen. Wenn Hackfleisch durchgebraten ist, alles zusammen in die Mitte rühren,  verquirlte Eier darübergeben und stocken lassen. Wenn Eiermasse fest ist, mit Pfannenwender in Stücke schneiden.
4. Suppe in Schälchen füllen und Hack-Ei Würfel darübergeben.

Dauert: 30 Minuten

Fazit: 
Zubereitung: Das Karibische Curry habe ich aus Sonja Rikers „Suppenglück“-Buch und es klingt komplizierter als es wirklich ist. Die Zutaten gibt es in jedem größeren Supermarkt. Wenn man die Würzmischung hat, ist die Suppe nur noch ein Kinderspiel. 
Geschmack: Wie oben schon gesagt: Das ist der Sommer! Die Karotten machen die Suppe leicht süß, was dann durch den säuerlichen O-Saft schön ergänzt wird. Dazu dieses tolle Kokos-Curry-Gewürz – einfach toll. Das Hackgeröstel oben auf gibt noch den letzten würzigen Kick. Vegetarier können statt dessen aber auch geröstete Nüsse nehmen.



Zutaten (für 4 Hungrige):

250 g Bunte Hülsenfrüchte Mischung
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Möhren
Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Chili, Worcestersauce
verschiedene geräucherte Würste (z.B. Bratwurst, Landjäger, Rauchpeitsche…)
4 EL Creme Fraiche
Anleitung:
1.Hülsenfrüchte über Nacht in Salzwasser einweichen.
2. Am nächsten Tag Hülsenfrüchtemischung eine Stunde im Wasser gar kochen. Nicht wundern, das Wasser verfärbt sich dabei. Anschließend das geputzte und kleingeschnittene Gemüse und Wurst in feinen Rädern dazugeben und weitere 30 Minuten köcheln lassen. Wenn das Wasser zu sehr eingekocht ist, Brühepulver dazugeben.
3. Salzen und nach Geschmack mit Pfeffer, Chili und Worcestersauce würzen, etwas ziehen lassen.
4. In Suppenschalen füllen und mit einem Klecks Creme Fraiche servieren. Dazu passt gut dunkles Brot.

Dauert: 100 Minuten (plus eine Nacht einweichen)

Mein Fazit:
Zubereitung: Ich hab hier mal wieder mit meinem Homecooker gearbeitet, das ganze geht aber auch wunderbar in einem normalen Topf, weil man kaum rühren muss. Durch Ziehenlassen und lange Kochzeiten dauert das Gericht leider relativ lange. Das ist aber eigentlich nicht schlimm, weil man die meiste Zeit davon nicht dabei sein muss, nur zweimal was in den Topf werfen, bisschen schnibbeln und fertig.
Geschmack: Ein Gedicht! Der Eintopf hat durch die Hülsenfrüchte kernigen Biss und schmeckt schön würzig und cremig. Ein Stückchen Brot dazu – perfekt. Außerdem ist mir aufgefallen, dass dieses Gericht sehr lange satt macht und Heißhunger vorbeugt. Normalerweise geh ich abends oft noch auf die Suche nach was zu Naschen, diesesmal hatte ich aber gar kein Verlangen nach Süßem.

Zutaten (für 2 Verfrorene):
1 EL Öl
2 Stangen Lauch
2 Tassen TK-Erbsen
500ml Brühe
Salz
Pfeffer
2 EL Creme Fraiche
3 Wiener Würste
Anleitung:
1. Öl in großem Topf erhitzen. Lauch putzen, in feine Ringe schneiden und in Öl andünsten.
2. Erbsen dazugeben und kurz mitbraten. Mit Brühe ablöschen und ca 10 Minuten köcheln lassen. Würste 5 Minuten mitkochen und wieder herausnehmen.
3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem Pürierstab grob pürieren (ein paar Erbsenstücke dürfen schon noch schmeckbar sein). Creme Fraiche hineinrühren, Würstchen in Scheiben hineinschneiden. Und in tiefen Tellern servieren.

Dauert: 25 Minuten

Mein Fazit:
Zubereitung: Brrr, ist das kalt geworden da draußen! Gegen diese Kälte hilft am besten Wärme von innen, zum Beispiel als schöner heißer Tee oder… Suppe! Dazu passend ist mir letztens wieder aufgefallen, wie lecker doch Erbsen sind. Als Gemüsebeilage und auch in Suppenform sind sie einfach nur lecker. Diese Suppe geht superschnell und einfach.
Geschmack: Das ist kein zartes Schaumsüppchen sondern was richtig deftiges, eher ein Eintopf. Gerade das macht aber den Charme des Gerichts aus, denn sie macht satt und zufrieden, also perfekt um sich langsam an die Novemberkälte zu gewöhnen.