Bisher kannte ich eritreische Küche nur aus dem Restaurant, z.B. aus Frankfurts „Im Herzen Afrikas“. Ich liebe diese scharfen Gerichte, die Art zu Essen (man nimmt das Essen mit den Händen mit pfannkuchenartigen Fladen auf). Nach langer Suche habe ich endlich das Rezept für eines meiner Lieblingsgerichte herausgefunden: Injera mit Dorho.
Injera ist ein weiches gesäuertes Fladenbrot aus Teffmehl, erinnert mich von der Konsistenz an Pfannkuchen. Da Teffmehl aber einige Tage mit Wasser gären muss, bevor es als Fladen ausgebacken werden kann, habe ich es Mais- und Weizenmehl ausprobiert. Dorho ist eine Art Eintopf, mit Hähnchen, Tomate und vielen Zwiebeln, sehr würzig, ziemlich scharf. Besonders finde ich das Anrichten des Essens: Es wird nicht auf einzelnen Tellern serviert, sondern eine große Platte zuerst mit den Injera-Fladen ausgelegt und das Dorho wir dann mit etwas Gemüse darauf drappiert. Am Tisch stellt man diese Platte dann in die Mitte und jeder reißt sich mit den Händen ein Stück Fladen ab, womit er dann Fleisch und Gemüse aufnimmt. Das ist dann meist ein großer Spaß für alle, einfach weil man es einfach nicht mehr gewöhnt ist, mit den Händen zu esssen. Hier bitte immer genügend Servietten bereithalten!
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Meinen allererster richtiger Kochkurs war „Asiatisch Kochen“ mit der Frauengruppe des Nachbarorts und ist bestimmt 10 Jahre her. Trotzdem erinnere ich mich noch ganz genau, wie mich diese Veranstaltung begeistert hat. Eine Gruppe Menschen, von denen ich die meisten nicht kannte, kam zusammen und werkelte unter der Anleitung einer sehr sympatischen kleinen Thailänderin vergnügt plaudernd mehrere Stunden herum um anschließend gemeinsam das Festmahl zu genießen. Seitdem habe ich viele viele weitere Kochkurse besucht und bin immer noch fasziniert von diesem Gemeinschaftsgefühl, das jedes Mal entsteht.
Ein Gericht, das wir damals gelernt haben, koche ich auch heute noch regelmäßig. Immer noch nach dem Orginalrezept, weil es einfach superlecker ist.

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Wer einmal Vareniki gegessen hat, wird sie immer wieder essen wollen – diese Dinger machen süchtig!!! Ich habe die russischen Kartoffel-Täschchen von den Meisterinnen selbst gelernt – beim interkulturellen Kochen in meinem Heimatort Bopfingen. Zwei russische Damen haben dort mehrere russische Rezepte vorgestellt und mit der Gruppe gekocht. Alles sehr sehr lecker, aber mein absoluter Favorit waren die Varenikis. Man benötigt nur ganz einfache Zutaten dafür und wenn man einmal weiß, wie sie gehen, ist die Zubereitung ein Kinderspiel.

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