Heute wird es sehr amerikanisch auf dem Blog. Quietschbunte zuckersüße Torten und Halloween… hach, wie ich das liebe! Ich bin eventuell etwas geprägt von verklärten Erinnerungen an USA-Urlaube, von amerikanischen Blogs und überhaupt von Pinterest, aber es ist nun mal so, dass ich mich wie ein kleines Kind auf Halloween freue. Deshalb habe ich etwas ganz besonderes für dieses Jahr vorbereitet: Eine kleine Monstertorte mit Fondant! Meine Antwort auf die Frage „Süßes oder Saures?“ ist damit wohl auch geklärt 🙂

Fondanttorte Monster 1

Für diese Motivtorte habe ich die gleiche Technik angewendet, wie bereits für die Eulentorte. Ich bin noch Fondant-Anfänger und diese Ziegeltechnik ist einfacher als die Torte mit einer einzigen Fondantdecke zu beziehen. Die Fondant-Torte wird in drei Teilen „gebaut: Rührkuchen als Basis, Ganache zum Einstreichen (plus Füllung) und Fondant plus Zubehör. Beginnen wir mit der Basis:

Rührkuchen:

Zutaten (für eine Torte mit ca. 20 cm Durchmesser und 10 cm Höhe):
5 Eier
1 Päckchen Puderzucker (250g)
1 Prise Salz
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
125 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps)
70 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
70 ml Milch
100 g gehackte Nüsse

1. Alle Zutaten nacheinander zu einem geschmeidigen Rührteig verrühren.
2. In eine Form geben (ich habe eine Panettone-Form verwendet) und im Ofen bei 180°C ca 70-80 Minuten goldbraun backen (Stäbchenprobe ob der Kuchen durch ist). Falls die Kuchendecke zu stark gewölbt ist, einfach ein bisschen abschneiden.

Fondanttorte Monster 7

Ganache

Zutaten: (für einen dünn bestrichenen Kuchen):
100 ml Sahne
200 g weiße Schokolade

1. Sahne aufkochen und Schokolade darin auflösen bis sich eine einheitliche cremige Masse gebildet hat.
2. Masse abkühlen lassen und immer wieder umrühren.
3. Nun den fertigen Kuchen auf eine Arbeitsplatte legen (die gewölbte Seite nach oben). Den Kuchen nun durchschneiden und füllen. Dafür kann man die Ganache nehmen oder z.B. Marmelade (ich habe meine Raffaelo-Ananas-Konfitüre genommen).
4. Jetzt den Kuchen komplett mit Ganache einkleiden. Der Fondant soll später nur mit der Ganache in Berührung kommen. Also muss auch die Füllung mit Ganache umstrichen werden, damit keine Feuchtigkeit an den Fondant kommt.
5. Kuchen kalt stellen damit Ganache etwas fester wird.

Motivtorte „Monster“:

Zutaten (für ein Monsterchen):
ein großer Batzen Fondant (ungefähr so groß wie eine geschlossene Frauenhand)
Gelfarbe nach Wunsch
Kartoffelstärke
Blätter-Ausstecher in verschiedenen Größen (z.B. von Amazon*)
ggf. Logoausstecher
Essbarer Kleber
Lebensmittelstifte (z.B. von Birkmann*)

Anleitung:
1. Den Fondant einfärben. Für das Monster wie auf dem Foto empfehle  ich 55% Rosa, 25% Blau, 5% Lila und den Rest weiß. Ihr könnt aber natürlich alle Farben wählen, die ihr gerne haben wollt. Dazu mit Einweg-Handschuhen (! Ihr kriegt die Farbe sonst ewig nicht mehr von den Fingern) die gewünschte Menge Fondant abtrennen und tröpfchenweise Gelfarbe darauf geben. Gut verkneten und wenn die Farbe nicht intensiv genug ist, noch mehr Farbe. Falls der Fondant zu weich wird, etwas Bäckerstärke einkneten.

2. Wenn alles eingefärbt ist, die zweitgrößte Fondantkugel nehmen (also blau) und mit Bäckerstärke glatt und dünn (ca. 2 mm) ausrollen. Nun Blätter ausstechen und wie auf dem Foto dachziegelartig das Monsterbäuchlein damit belegen. Für den Monsterpo habe ich meinen neuen Logo-Ausstecher benutzt (Erklärung siehe unten bei „Hinweis“). Nun die größte Farbe (rosa) ausrollen und noch mehr Blätter ausstechen. Ebenso dachziegelartig den Rest des Monsters einkleiden.

3. Aus Lila zwei Herzchen ausstechen und die Ohren daraus formen. Kleine Würstchen für die Zehen forme. Aus Weiß zwei Kugeln für die Augen  und einen Mund formen. Mit Lebensmittelstiften die Augen und den Mund bemalen. Alles mit Esskleber an den jeweiligen Stellen (wie auf dem Foto) befestigen.

4. Die Torte sollte bis zum Verzehr kühlgestellt werden (aber Vorsicht beim Kühlschrank, keine Feuchtigkeit und keine Fremdgerüche an den Kuchen! Besser wäre Keller oder kühle Speisekammer) und hält so mindestens 1 Woche (wenn sie nicht vorher aufgegessen wird).

Dauert: 3-4 Stunden (je nach Übung und Geschick auch schneller)

Mein Fazit:
Zubereitung: Obwohl es nun schon die zweite Motivtorte mit der gleichen Technik war, hatte ich wieder meine Probleme. Der Fondant war immer abwechselnd zu hart oder zu weich, so dass ich ständig entweder Bäckerstärke oder Mondamin hineingeknetet habe um wenigstens einigermaßen die Blätter ausstechen zu können. Durch die vielen Schritte war die Torte auch wieder sehr zeitaufwändig. So eine Motivtorte erinnert mich sowieso mehr an ein Kunstprojekt aus der Schule als an wirkliches Backen. Das Ergebnis sorgt aber trotzdem wieder für Aufsehen. Ich habe mein Monsterchen als Dessert zu einem lieben Freund mitgebracht wo es harte Konkurrenz durch eine köstliche Schoko-Bananentorte und weitere Köstlichkeiten hatte 🙂 Besonders schön ist es für mich immer, wenn die Gäste sogar das Handy zücken und Fotos machen (sonst bin ich die Einzige, die Essen fotografiert).
Geschmack: Wie schon bei der letzten Torte geschrieben: Fondant ist sehr süß und nicht jedermanns Geschmack. Man kann aber beim Essen einfach einen Teil ab machen und zur Seite legen und einfach das Innere genießen. Das lohnt sich nämlich, denn der Rührteig wird durch die Ganache sehr schön saftig und ergänzt sich toll mit der Ananas-Füllung, die ich hier verwendet habe.

Hinweis: Ich erhielt im Rahmen der Blogparade von Küchenatla „Tortensommer – Unikate aus Zucker und Fondant“ einen personalisierten Stempel und Ausstecher für Fondant von Personello, wurde für diesen Beitrag aber nicht vergütet.

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2 Thoughts on “Monster Motivtorte – Fondant zu Halloween

  1. Tja, liebe Julia, da hast Du wirklich nicht zu viel versprochen.
    Du siehst mich sprachlos – naja, Du siehst mich NICHT, aber sprachlos bin ich trotzdem 🙂
    Bei diesem aufwändigen Projekt kein Wunder und auch wirklich und ehrlich kein Groll wegen der Verspätung 🙂
    Schaurige Grüße von einer Fellow-USA-und-Halloween Liebhaberin! Einfach toll!
    Sarah

    • kochliebe on 14. Oktober 2015 at 15:11 said:

      🙂 Da bin ich jetzt aber erleichtert! Wie schon auf Twitter und im Post geschrieben, tut mir meine Verspätung wirklich leid. Gerade weil ich ja das Goodie in Form des hübschen Fondant-Stempels schon vorher bekommen habe, hatte ich ein mega schlechtes Gewissen.
      Die nächsten Blogevents von euch werde ich terminlich sicher wieder besser einhalten, ich freu mich jetzt schon darauf 🙂
      Liebste Grüße
      Julia

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