„Weight Watchers? Das ist doch diese Abnehm-Sekte, wo man sich vor allen wiegen muss und man zwanghaft jeden Bissen aufschreibt, den man gegessen hat?“, „Wieso gehst DU denn dahin, das ist doch was für Dicke“, „Dieser Quatsch bringt nix, ich mach lieber FDH, das kostet wenigstens nix!“. So und so ähnlich reagiert mein Umfeld manchmal, wenn ich erzähle, dass ich mich bei den Weight Watchers* angemeldet habe. Natürlich gibt es auch viele positive Reaktionen. Ich jedenfalls bin sehr überzeugt vom Programm der WWs, habe damit bereits vor einigen Jahren schon mal erfolgreich abgenommen und freue mich, dass ich nun wieder dabei bin und aktiv etwas gegen meinen Schwangerschafts-Speck tun kann. Heute erzähle ich meine ganz persönliche Abnehmgeschichte und ich möchte aufräumen mit den negativen Gerüchten rund um die Weighties und zeigen, warum ich gerade diese Diät Ernährungsumstellung ideal für alle Abnehmwilligen finde.

Ich liebe Essen! Das sieht man mir leider zur Zeit auch an :-/

ICH WILL ABNEHMEN – Persönlicher Hintergrund

Mein Bauch und ich – Das ist eine ewige Hassliebe. Ich war schon als Jugendliche weder schlank noch sportlich. Tatsächlich fühlte ich mich nur selten wohl mit meiner Figur und die Pubertät und die Mode zu meiner Teenager-Zeit (Hüfthosen und bauchfreie Tops) waren da auch wenig hilfreich. Während der Lernerei (und Feierei, ich gebs ja zu) rund ums Abi nahm ich dann nochmal locker 10 Kilo zu. Trotz meiner Unzufriedenheit bin ich damals nie auf die Idee gekommen eine Diät zu machen. Ich hatte mich damit abgefunden, so sah ich nun mal aus. Im Nachhinein muss ich aber dazu sagen, dass ich ein sehr verzerrtes Bild von mir hatte. Ich hatte zwar ein Bäuchlein, war aber nie wirklich dick gewesen – trotzdem: im Spiegel und auf Fotos sah ich damals immer nur den Speckring an meinem Bauch, sonst nichts. Wenn ich Komplimente bekam für tolle Haare, ein hübsches Gesicht, einen schönen Po konnte ich sie nicht glauben. Wie schade! Ich kann heute nicht fassen, dass ich mein Selbstbewusstsein von einer einzigen Problemzone abhängig gemacht hatte.

Die Wende kam, als mich meine Mutter eines Tages einlud, zum Osterbuffet der Weight Watchers mitzukommen. Meine Mum hat wohl damals geahnt, wie unzufrieden ich mit meiner Figur war. Sie war damals aktives Mitglied der WW-Gruppe in unserem Heimatort und hatte schon einige Kilos abgenommen. Und weil man mich mit Essen schon immer locken konnte, ging ich eben mit. Vor dem Buffet fand das ganz normale Treffen statt und ich war sofort Feuer und Flamme. Das war ein wunderbares Miteinander! Diese charismatische Leiterin, die vielen Tipps rund ums Abnehmen und die vielen Rezepte und leckeren Gerichte; ich blätterte durch die Kochbücher und staunte – davon soll man abnehmen? Noch am selben Abend meldete ich mich an und von da an purzelten die Kilos! Innerhalb weniger Monate nahm ich 12 Kilo ab und plötzlich hatte ich Kleidergröße 36. Natürlich gab es immer noch die ein oder andere Problemzone, aber ich fühlte mich nun tatsächlich wohl in meiner Haut. Happy End? Leider (noch) nicht. Ich hielt das Gewicht viele Jahre lang und war happy mit meinem neuen Aussehen. Aber so nach und nach schlichen sich wieder alte Gewohnheiten ein und nun stand ich genau 12 Jahre (und eine Schwangerschaft) später wieder an dem Punkt: Ich war unglücklich mit meiner Figur. Natürlich versuchte ich es erst mal auf eigene Faust – Low Carb, Sport, Kohlsuppe… leider zeigte nichts davon den gewünschten Erfolg. Deshalb zog ich im März die Notbremse und ging ins Weight Watchers Treffen in meinem aktuellen Wohnort.

Das Herzstück der WWs ist für mich das Treffen.

Das Treffen

Und damit sind wir schon beim Kernelement der Weight Watchers. Es gibt zwar auch ein reines Onlineprogramm, aber wer richtig durchstarten will, sollte meiner Meinung nach auch ins Treffen gehen. Keine Angst, da passiert nichts schlimmes 🙂 Einmal in der Woche treffen sich die Teilnehmer der Weight Watchers in ihrem jeweiligen Wohnort. In meinem Fall findet das Treffen jeden Samstag um 10 Uhr in der Stadthalle in Aalen statt. Zuerst kommt der (für mich) spannendste Teil: Man wiegt sich. Das geschieht nicht öffentlich, nur meine WW-Leiterin Dorothea und ich sehen mein aktuelles Gewicht, das sie dann ins „Erfolgsbuch“ einträgt. Danach findet das eigentliche Treffen statt. Hier erzählt Dorothea etwas zum aktuellen Wochenthema (z.B. „Gewohnheiten“ oder „Erdbeeren“) und gibt Tipps für eine erfolgreiche Abnahme. Man kann Fragen stellen oder einfach erzählen, wie man bestimmte Schwierigkeiten beim Abnehmen angeht. So motivieren sich die Teilnehmer meist gegenseitig und man sieht bei anderen bereits erfolgreichen Mitgliedern, dass man es wirklich schaffen kann. Ich habe bereits nette Kontakte geknüpft und freue mich jeden Samstag aufs Treffen.

Das Programm – Wie funktioniert WW eigentlich?

Bei den WWs zählt man nicht Kalorien, sondern Punkte (SmartPoints). Jedes Lebensmittel hat eine bestimmte Anzahl „Punkte“, die sich nach einer speziellen Formel aus den einzelnen Nährwerten berechnet (Ihr ahnt es vielleicht: Fett und Kohlenhydrate haben viele Punkte). Mein tägliches Futter-Budget beträgt 30 Punkte plus einen wöchentlichen Bonus, den ich mir meistens fürs Wochenende aufspare. Zusätzlich kann ich mir noch Punkte durch Sport verdienen. Den Überblick behalte ich, in dem ich tatsächlich alles was ich esse in mein (digitales)-Tagebuch schreibe, entweder am Laptop oder per App auf dem Smartphone. Hier erfahre ich auch den Punktewert der einzelnen Lebensmittel, wobei man die meisten Sachen schnell auswendig weiß. Und das wars auch schon. Wenn ich mich an meine Punkte halte, nehme ich ab, ganz automatisch. Es gibt noch ein paar Tipps und Tricks im Hintergrund, aber bei funktionieren schon die Basics. Ich darf weiterhin meine geliebten Nudeln essen, sogar Abends und sogar das Essen in der Kantine bringe ich unter. Ich kann selbst Rezepte kreieren oder ich halte mich an die vielen vorgegebenen Rezepte. Weil das Programm so einfach und flexibel ist, kann ich es auch über einen langen Zeitraum machen bzw. für immer – es ist für mich eine Ernährungsumstellung, keine Diät.

Klappt es auch dieses Mal?

Auch wenn ich schon mal mit den Weighties abgenommen hatte, musste ich erst mal wieder „reinkommen“. Das Programm wurde im Laufe der Zeit mehrfach geändert, die Punkte setzen sich nun anders zusammen und es gibt auch sonst einige Neuerungen. Sehr sehr toll finde ich die neuen digitalen Helferlein. Dass ich das Tagebuch nun immer auf meinem Handy dabei habe zum Beispiel. Oder dass ich mit der App im Supermarkt Lebensmittel per Barcode einscannen kann und sofort sehe, ob diese Leckerei innerhalb meines Punktebudgets liegt oder eher nicht. Und die Community – eine Art Instagram nur für WW-Mitglieder – herrlich!
Seit März bin ich nun wieder dabei und mittlerweile ist das Programm wieder Routine für mich geworden und ich habe wirklich Spaß daran. Die Abnahme ist schon jetzt deutlich sichtbar, besonders auf der Waage. Wieviel genau bereits runter sind, verrate ich noch nicht, ein bisschen Spannung muss schon sein 🙂
Ihr werdet meine neue Ernährung auch hier auf dem Blog bemerken. Es wird viele neue „schlanke“ Rezepte geben und ich erzähle immer wieder, wie meine Abnahme so läuft. Keine Sorge, es gibt auch weiterhin die ein oder andere „süße Schweinerei“- Genuss steht für mich immer an oberster Stelle!

Wie ist das bei euch, habt ihr schon mal eine Diät gemacht? Habt ihr Fragen zu meiner Teilnahme oder dem Programm? Das interessiert mich, schreibt mir doch was in die Kommentare!

PS: Wer ein bisschen stalken will, wie es aktuell so läuft bei mir mit dem Abnehmen, findet auf meinem Instagram-Kanal viele weitere Bildchen und Infos.

*Werbung: Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit den Weight Watchers. Darüber freue ich mich ganz besonders!
Neugierig geworden? Ihr findet auf der Website der Weight Watchers alle Infos zum Programm.

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8 Thoughts on “Weg mit dem Speck – Ich gehe zu den Weight Watchers!

  1. Naja, dann drück ich dir mal die Daumen. Viele Diäten zeigen schnelle Erfolge, das Problem am Ende ist aber der JOJO-Effekt. LG Romy

    • kochliebe on 11. Mai 2017 at 9:29 said:

      Hi Romy,
      das stimmt, diesen JOJO-Effekt hab ich früher auch schon zu spüren bekommen. Bei den WWs allerdings nicht, weil das eine langsame Art ist abzunehmen. Der Körper kommt gar nicht erst in das „Sparflamme“-Programm und so gibt es auch keinen Jojo-Effekt. Kann ich wärmstens empfehlen.

      Liebe Grüße
      Julia

  2. Christina on 22. Mai 2017 at 8:56 said:

    Hallo Julia

    Ich bin fast 70 und habe schon gefühlte 100x WW durchexerziert ( erstmals ca. im Jahre 1975) und jedes Mal wunderbar abgenommen….aaaber, sobald ich wieder „normal“ ass, setzte eben doch der JOJO-Effekt ein und ich nahm alles wieder zu PLUS ein paar Extra-Kilos! Ich bin jetzt auch wieder seit ca. 1 Jahr online dabei ( das nächste Treffen wäre ca. 60km entfernt!!) und habe 25 Kilo abgenommen. Diesmal möchte ich versuchen, dran zu bleiben. Ok, es ist schon so, dass man wirklich alles essen darf, aber es ist für mich eben doch keine wirkliche Lebensqualität, wenn ich alles aufschreiben muss und von den Dingen, die ich wirklich gerne habe, nur Mini-Portionen erlaubt sind….

    • kochliebe on 22. Mai 2017 at 12:02 said:

      Liebe Christina,
      wow, du hast meinen vollsten Respekt! Auch mit fast 70 dran zu bleiben und 25 Kilo abzunehmen ist der Hammer! Ich merke ja jetzt schon wie es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, die angefutterten Kilos loszuwerden 🙂
      Interessant, dass bei dir jedes mal wieder der Jojo-Effekt eingesetzt hat, bzw. dass du wieder in alte Essgewohnheiten verfallen bist. Bei mir war damals nach der Abnahme der Punkteplan so drin, dass ich manche Sachen auch nach der Erhaltung einfach nicht mehr essen wollte, weil es mir die Punkte nicht wert war (Thema Weißwurst… die haben mir noch nie geschmeckt und seit ich weiß wieviel Kalorien die haben lass ich mich von niemandem mehr dazu überreden).
      Ich finde trotzdem, du kannst stolz auf dich sein. Schon allein, weil du immer wieder zurückgekehrt bist und dieses Mal sogar sagenhafte 25Kilo abgenommen hast! Ich glaube an dich, du schaffst das!

  3. Viktoria on 22. Mai 2017 at 11:36 said:

    Hallo Julia,
    heute kam ich per Zufall auf dich und ich bin begeistert
    Ich bin seit einem Jahr WW-ler und habe aber etwa seit 4 Wochen echte Hänger und auch wieder zu genommen.
    Und es ärgert mich Und macht mich auch traurig
    Hast du mir vielleicht einen Rat?

    Liebe Grüße
    Viktoria

    • kochliebe on 22. Mai 2017 at 12:07 said:

      Liebste Viktoria.
      Vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Ich kenne das mit den Hängern soooo gut. Den letzten habe ich gerade hinter mir, eine ganze Woche nix aufgeschrieben und natürlich nach und nach in alte Muster verfallen. Heute hab ich die Kurve wieder gekriegt und bin hochmotivert das durchzuhalten.
      Natürlich ärgert einen das, ich versteh dich da voll! Als Rat kann ich dir nur geben: Gib nicht auf! Tu alles was dir persönlich hilft, dranzubleiben! Tagebuch schreiben, ins Treffen gehen, kleine Ziele setzen mit Belohnungen (die dann aber nicht essbar sein sollten. Ich suche mir manchmal ein hübsches Kleid aus, dass ich mir erst kaufe, wenn ich mein Ziel erreicht habe z.B. 2 Wochen lange konsequent im Punkterahmen geblieben bin). Bleib nicht allein, rede mit deinem Umfeld über deine Diätpläne, suche dir Kontakte von anderen Abnehmenden. Es geht kaum etwas über Leute, die einen immer wieder motivieren!
      Lass mich doch gerne wissen, wie es bei dir weitergeht, ich bin gespannt!
      Liebe Grüße
      Julia

  4. Ich hatte meine besten Abnehmerfolge bisher nur mit WW. Und bin auch aktuell wieder dabei. Bei einem Treffen war ich aber bisher noch nie. Aktuell reicht mir das Online-Programm.
    Und wo ich hier die Kommentare so lese: der JOJO-Effekt kommt doch daher, dass man nach der Diät (ob nun WW oder FDH oder Low Carb spielt keine Rolle) wieder in die alten Muster fällt und zu viel zu sich nimmt. Da bleibt eine Zunahme ja nicht aus. (So auch bei mir, weswegen ich überhaupt wieder mit WW anfangen musste.)
    Diät muss immer irgendwie auch eine Änderung der Gewohnheiten sein, sonst quält man sich sein Leben lang damit. Aber ich finde die WW-Rezepte machen es einem wirklich so leicht und man schmeckt nie, dass man eine Diät macht. 🙂

    • kochliebe on 23. Mai 2017 at 13:04 said:

      Liebe Cathy,
      vielen Dank für deinen Kommentar, du sprichst da was an, was mir auch sehr wichtig ist. Die alten Muster/Gewohnheiten sind ja über viele Jahre entstanden und ich selber kenne das nur zu gut, wenn sich nach und nach wieder mühsam antrainierte Diättechniken verabschieden, weil Gewohnheiten eben doch bequemer sind. Wichtig ist einfach, sich immer wieder aufzurappeln und wie du auch nach dem Fallen wieder aufzustehen bzw. wieder mit den WWs weiterzumachen.
      Was mir lange Zeit sehr geholfen hat, war das Prinzip der Goldmitgliedschaft. Leider gibt es die ja nur, wenn man auch ins Treffen geht. Nach der Abnahme und einer bestimmten Zeit der Gewichtserhaltung ist man ein sogenanntes Goldmitglied, darf fortan kostenlos zu den Treffen kommen und die Materialien mitnehmen, solange man sein Abnahmegewicht hält. Das hat mich immer sehr motiviert, nicht zu sehr zuzunehmen, denn ich wollten wenigstens alle 1-2 Monate wieder ins Treffen und mir dann nicht die Blöße geben bzw. wieder bezahlen.
      Auch nach der Abnahme hatten/haben die WW-Bücher einen ganz festen Platz in meinem Kochbuchregal, weil ich die Rezepte einfach lecker finde und immer wieder nachgekocht habe.
      Schön, dass es dir da genauso geht :-*

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