Bei mir muss es zur Zeit oft schnell in der Küche gehen. Und manchmal muss es sogar noch schneller gehen. Dann habe ich gar keine Zeit für große Vorbereitungen, am liebsten würde ich was aufs Blech werfen, ab in den Ofen und eine halbe Stunde später das fertige Essen rausziehen. Früher landete auf besagtem Blech häufig eine Tiefkühlpizza. Heute weiß ich, dass gesundes Essen nicht unbedingt aufwändiger als die TK-Pizza sein muss. Wie zum Beispiel diese Ofenplatte. Die ist in unter 10 Minuten vorbereitet und 30 Minuten später auf dem Tisch. Die „koche“ ich sogar mit Baby im Tragetuch.

Zutaten für 4 hungrige Kochfaule:

für die Hackbällchen:
400g mageres Hackfleisch
1 TL Hackgewürzmischung (zur Not geht auch bisschen Muskatnuss und Pfeffer)
etwas Salz
2 EL Paniermehl
2 EL gepoppter Amaranth
1 Ei
1 TL Senf

fürs Gemüse:
5 mittelgroße vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 rote Paprika
1 rote Zwiebel
2 Tomaten
1/2 Dose Mais
1/2 Dose Kidneybohnen
1 EL mexikanische Gewürzmischung (alternativ Kreuzkümmel)
1/2 TL Salz
1 Hand voll Zuckerschoten

dazu: 1/2 Becher saure Sahne

Anleitung:

  1. Ofen vorheizen auf 180°C (Umluft). Alle Zutaten Für die gesunden Hackbällchen miteinander verkneten und kleine Kugeln daraus formen. Diese in eine Auflaufform legen und 25 Minuten im Ofen backen.
  2. Das Gemüse waschen/putzen (Die Schale könnt ihr dran lassen, außer bei den Zwiebeln) und in Stücke schneiden: Kartoffeln in Achtel, Paprika in Streifen, Zwiebeln in feine Scheiben, Tomaten in Achtel. In einer großen Schüssel das frische Gemüse (außer die Zuckerschoten, die kommen erst kurz vor Ende der Backzeit in den Ofen) mit dem Dosengemüse und alle Gewürzen vermengen. Alles auf eine Grillplatte oder ein Blech geben und ebenfalls in den Ofen schieben. Nach 15 Minuten die Zuckerschoten darauf geben und noch mal 5 Minuten weiter backen.
  3. Vor dem Servieren die Hackbällchen aufs Gemüse setzen und mit der sauren Sahne anrichten.

Dauert: ca. 10 Minuten (plus ca. 30 Minuten im Ofen)

Mein Fazit:

Zubereitung: Genau solche Rezepte braucht man im stressigen Mutti-Alltag. Wenn das große Kind unbedingt ganz dringend Hilfe beim Bauen einer Ritterburg braucht und das Kleine keine Millisekunde abgelegt werden darf und den ganzen Tag schmusen will. Und trotzdem alle schon Hunger haben und die Erwachsenen nicht schon wieder Nudeln mit Käse überbacken essen möchten. Die Kinder darf man da nicht fragen, die würden sogar schon zum Frühstück Nudeln ohne alles essen. Außer es gäbe Nutella, dann Nutella. Diese Ofenplatte ist unkompliziert, gesund & leicht (sogar WW-tauglich) und herrlich bunt, so dass jeder sich das nehmen kann, was er möchte.
Geschmack: Wenn es nur so einfach wäre. Eltern wissen natürlich, dass „jeder nimmt sich das, was er möchte“ mit Kleinkindern nicht funktioniert. „Iiiiiih, da ist grün drauf“ wurde sofort panisch geschrien, als ich die Platte auf den Tisch setzte, dicht gefolgt von „Das riecht nach Zwiebeln. Sind da Zwiebeln drin? Ich esse keine Zwiebeln. Uäääääh“. Nachdem ich dem Kind aber erklärt habe, dass das „Wikinger-Klopse mit Räubergemüse“ sind wurde das Essen auf einen Schlag interessant. Und ich gebs zu: Statt saure Sahne gab es einen Klecks Ketchup auf dem Kinderteller – schon war der Tag gerettet und alle konnten in Frieden essen.
Allen, die das Essen auch ohne Märchengeschichte essen, sei gesagt: Es schmeckt wirklich gut. Die Hackbällchen haben durch Paniermehl und Amarant eine schöne feste Konsistenz und das Gemüse wird durch die Gewürze und das Backen im Ofen wunderbar würzig und zu einer perfekten Mischung aus knusprig und zart.
Außerdem ist dieses Gericht ganz leicht abwandelbar und so eine gute Resteverwertung: Beim Gemüse könnt ihr statt dem im Rezept angegebenen so ziemlich alles nehmen, was man backen kann: Kürbis, Karotten, Kohlrabi, Süßkartoffeln, Mini-Maiskölbchen, etc. Und statt der Hackbällchen schmeckt auch sehr fein ein Stück gebratenes Lachsfilet oder gegrillter Räuchertofu.

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