Neulich war ich Kässpätzle-Essen. Das allein gilt hier in Schwaben als ausgewachsene Freizeitaktivität. Kässpätzle-Essen-Gehen ist nicht wie normales Essen-Gehen. Die Lokalität muss wohl ausgesucht sein, entweder bei der schwäbischen Oma, oder (wenn man keine solche besitzt) in einem gutbürgerlichen Restaurant in einem Dorf das auf „ingen“ endet, wo schon die Großtante Kommunion gefeiert hat. Außerdem darf man sich für den restlichen Tag nichts mehr vornehmen, denn nach einem ordentlichen Teller Kässpätzle ist nix mehr mit tausend Schritte tun… also ruhn, z.B. mit nem faulen Sofanachmittag. Ein richtiges Kässpätzle-Gelage ist leider mit meiner Zeit nicht so gut vereinbar, wie ich es gerne hätte. Ich habe für die Video-Aktion von Food-People-Places ein großes Stück Appenzellerkäse geschickt bekommen und die Gelegenheit genutzt um ein Rezept zur Überbrückung akuter „Kässpätzles-Sehnsucht“ zu kreieren: Die Kässpätzle-Bites sind genau groß genug für einen Happs und bieten die volle Geschmacksintensität des schwäbischen Leibgerichts. Mit ordentlich geschmälzten Zwiebeln, würzigem Appenzeller-Käse und selbstgeschabten Spätzle. An Guada!

Mehr →

Wieso der Aufstrich so heißt, konnte ich bis heute nicht herausfinden. Den Schwiegermutter-Aufstrich habe ich jedenfalls vor einiger Zeit bei meiner Freundin Eva das erste Mal gekostet und war sofort begeistert: Ein herrlich luftiger cremiger Brotaufstrich der trotzdem würzig-deftig ist und nach Aussage meiner Freundin gar nicht schwer in der Herstellung ist. Recht hatte sie! Ich habe den Aufstrich nachgemacht, einmal mit und einmal ohne das Küchenhelferlein, das mit „mix“ endet und er ist wirklich ganz einfach. Perfekt dazu schmeckt ein frisch gebackenes kerniges Bauernbrot. Und weil es so lecker zwiebelig ist, möchte ich es zu Kathys Blogevent „Jetzt wird es zwiebelig“ beisteuern.

Mehr →

„Bringst du nen Salat mit?“ werde ich vor Grillpartys so häufig von Freunden gefragt. Da sag ich niemals nein, nicht mal, wenn ich keinen frischen Salat daheim habe und nicht mehr zum Einkaufen komme. Meine Geheimwaffe ist nämlich mein Bulgur-Hähnchen-Salat – die Zutaten dafür habe ich nämlich immer daheim. Er ist perfekt für Party, Picknick oder als Pausensnack, lässt sich super vorbereiten und schmeckt auch am nächsten Tag noch superlecker.

Mehr →

Zutaten (für 4 Ureinwohner):
1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
1 Zwiebel
30g frischer Ingwer
Saft 1/4 Zitrone
1l Gemüsebrühe
2 El Sonnenblumenöl
je 1 TL gemahlener Kurkuma, Kreuzkümmel, Curry, Paprika
je 1/2 TL gemahlene Chilies, Piment, Muskatnus, weißer Pfeffer
200g Schmand
Salz
1 EL Zucker
4 EL Kürbiskerne ohne Schale
4 EL Kürbiskernöl
dazu: Brot

Anleitung:
1. Kürbis halbieren, Kerngehäuse entfernen, Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel schneiden (Kürbis muss nicht geschält werden).
2. Ingwer und Zwiebel schälen und ganz fein würfeln. Öl in Topf erhitzen, Kürbsi, Ingwer und Zwiebel zusammen mit Gewürzen andünsten. Mit Brühe auffüllen.
3. Zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen, dann pürieren. 3/4 Schmand unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Nochmal erwärmen.
4. Kürbiskerne ohne Fett in einer Pfanne sanft anrösten. Suppe auf Teller verteilen, mit einem Klecks Schmand, ein paar Tropfen Kürbisöl und Kürbiskernen bestreuen. Dazu Brot servieren.

Dauert: 45 Minuten

Zubereitung: Der Kürbis wurde ursprünglich von Indianern mit Mais und Bohnen als Grundnahrungsmittel angebaut. Die Einwanderer aus Europa lernten das orange Gewächs kennen und schätzen und entwickelten mit mitgebrachten Gewürzen viele neue Gerichte. Das Rezept habe ich aus einem der tollen Soulfood-Gewürzkästen von Feuer&Glas.
Geschmack: Diese Suppe ist ein Geschmacksfeuerwerk mit vielen wärmenden Gewürzen, ideal für die ersten kalten Herbsttage.

Zutaten (für 2 rot-weiße Beilagen):
1 Bund Radieschen
1 Frühlingszwiebel
Salz, Pfeffer
1 EL weißer Essig
3 EL Sahne
 
Anleitung:

1. Radieschen und Frühlingszwiebel putzen, waschen und grob häckseln oder in feiner Scheiben schneiden.
2. Mit Salz, Pfeffer, Essig und Sahne vermischen.

Dauert: 3 Minuten

Mein Fazit:
Zubereitung: Schneller gehts kaum, am schnellsten mit dem Studi Magic. Der Salat sollte nicht zu lange stehen, weil die Radieschen sonst das Dressing verwässern.
Geschmack: Schmeckt schön frisch, leicht scharf durch die Radieschen, was aber von der Sahne abgeschwächt wird. Toll zu Grillgerichten und überhaupt lecker im Sommer.