Da ist es ja schon. Das neue Jahr. Gefühlt war doch vorgestern noch Herbst und gestern Advent und jetzt sind wir schon mitten im Januar und ich hab schon wieder zwei Monate nicht gebloggt. Das tut mir leid, denn es fehlt mir. Kochlie.be ist in den letzten Jahren ein Teil von mir geworden, einer der wenigen Plätze, der nur mir ganz allein gehört. Jede Minute, die ich fürs Bloggen verwende, ist eigentlich meine ganz persönliche egoistische Quality-Time. Und genau deshalb musste ich diese längere Kreativ-Pause einlegen. Mir ging es Ende letzten Jahres gesundheitlich nicht gut und jede Alltagshandlung war für mich so viel anstrengender als sonst. Ich saß tatsächlich häufiger am Laptop und konnte mich nicht zum Bloggen aufraffen. Das war pure Quälerei. Auf die gesundheitlichen Gründe will ich an dieser Stelle heute gar nicht näher eingehen, denn eigentlich gibt es wirklich wunderbare Neuigkeiten. Verraten werde ich euch diese ganz bald, versprochen. Das Wichtigste ist doch: Ich habe gerade wieder richtig Bock zu kochen, zu fotografieren und zu schreiben! Und deshalb machen wir doch einfach da weiter, wo wir aufgehört haben: Bei einem superleckeren Rezept voller Geschmack! Die Linguine mit einer würzigen Paprika-Bolognese sind Soulfood pur und bringen auch am dunkelsten Wintertag ein bisschen Sonne in euren Bauch.  Mehr →

Die Schneeflocken wirbeln draußen vor dem Fenster, du bist in deine kuscheligste Decke gehüllt und trotzdem will dir irgendwie nicht richtig warm werden? Dann wird es Zeit für Wärme von Innen! Mein Seelenwärmer-Süppchen erhitzt auch die frostigsten Bäuchlein und sorgt noch dazu für ein wohliges Mmmmmmh zum Nachtisch. Die Basis ist überraschend simpel: Eine große hässliche Sellerieknolle und ein paar kleine knubbelige Kartoffeln. Klingt nicht besonders besonders. Ist es aber!

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Bisher kannte ich eritreische Küche nur aus dem Restaurant, z.B. aus Frankfurts „Im Herzen Afrikas“. Ich liebe diese scharfen Gerichte, die Art zu Essen (man nimmt das Essen mit den Händen mit pfannkuchenartigen Fladen auf). Nach langer Suche habe ich endlich das Rezept für eines meiner Lieblingsgerichte herausgefunden: Injera mit Dorho.
Injera ist ein weiches gesäuertes Fladenbrot aus Teffmehl, erinnert mich von der Konsistenz an Pfannkuchen. Da Teffmehl aber einige Tage mit Wasser gären muss, bevor es als Fladen ausgebacken werden kann, habe ich es Mais- und Weizenmehl ausprobiert. Dorho ist eine Art Eintopf, mit Hähnchen, Tomate und vielen Zwiebeln, sehr würzig, ziemlich scharf. Besonders finde ich das Anrichten des Essens: Es wird nicht auf einzelnen Tellern serviert, sondern eine große Platte zuerst mit den Injera-Fladen ausgelegt und das Dorho wir dann mit etwas Gemüse darauf drappiert. Am Tisch stellt man diese Platte dann in die Mitte und jeder reißt sich mit den Händen ein Stück Fladen ab, womit er dann Fleisch und Gemüse aufnimmt. Das ist dann meist ein großer Spaß für alle, einfach weil man es einfach nicht mehr gewöhnt ist, mit den Händen zu esssen. Hier bitte immer genügend Servietten bereithalten!
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