Wenn ihr eine Nation nennen sollt, die richtig gut kochen kann, wer fällt euch da ein? Wie wär’s mit „Die Türken“? Erstaunlich wenige Deutsche wissen, dass die türkische Küche weit weit weeeeeit über Döner & Baklava hinaus geht. In  meinem Geburtsort durfte ich bei einem regelmäßigen internationalen Kochtreff immer wieder die Wunder der orientalischen Küche erfahren. Deshalb wurde es höchste Zeit für ein türkisches Kochbuch in meinem Regal. Mit „The Taste of Istanbul – Die echte türkische Küche“ habe ich nun ein richtig gutes gefunden. Was ihr darin so findet wie mir der Linsenauflauf mit der türkischen Wurst Sucuk und Eiern gelungen ist, findet ihr heute auf dem Blog.

_MG_8575Die türkische Küche ist eigentlich das Gegenteil vom deutschen Fast-Food-Döner. Nämlich vielfältig, mit Zutaten bester Qualität und (oft) gesund. Genau das zeigt das Buch The Taste of Istanbul* aus der Edition Fackelträger (UVP: 19,95€, ISBN: 978-3771645731). Einen Autor konnte ich leider nicht herausfinden.

Schon optisch finde ich das Buch sehr ansprechend, es ist gut verarbeitet, mit dickem Einband und schönen dicken Seiten, die sich gut blättern lassen und deren Papier die schönen Food-Fotos (alle von Lutz Jäckel) optimal zur Geltung bringt.

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Inhaltlich findet man die klassischen Spezialitäten der türkischen regionalen Küche, aber auch kleine Geheimrezepte aus eher ländlichen Provinzen (die natürlich auch zu Istanbul gehören, weil hier auch früher schon ein reger Zustrom stattfand). Der türkische Schmelztiegel Istanbul zeigt, dass viele Kulturen ihren Einfluss auf die Gerichte hatten und so erinnern mich manche Gerichte ein bisschen an die mediterrane Küche (liegt vielleicht am ähnlichen Klima und deshalb ähnlichen Zutaten, die dort wachsen).

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Die Türkinnen meines Heimatortes haben mir schnell beigebracht: Für ein richtiges türkisches Festmahl braucht man Zeit. Fertigprodukte sind verpönt, man steht oft gemeinsam stundenlang in der Küche, knetet Teig, schnippelt Gemüse und brutzelt Fleisch auf dem Herd. Im Buch findet man aber auch unkompliziertere Rezepte, die man schneller machen kann.

Und das ist genau drin:

  • Vorspeisen
  • Streetfood
  • Snacks, Suppen & Salate
  • Brot & Teigwaren
  • Hülsenfrüchte und Gemüse
  • Fleisch und Geflügel
  • Fisch & Meeresfrüchte
  • Süßspeisen und Gebäck
  • Register, Vokabeln, Impressum

Besonders ansprechend finde ich das Kapitel mit den Vorspeisen. Ein kleiner Wermutstropfen des Buches ist, das nicht jedes Rezept ein Foto hat, das finde ich immer etwas schade, weil die Hürde es nachzukochen dann relativ hoch für mich ist. Auch meine türkischen Lieblingsgerichte sind im Buch gut beschrieben und ich werde sie sicher bald mal nachkochen: gefüllte Weinblätter, Böreg und Manti.

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Bereits nachgekocht habe ich „Sucuklu Mercimek“, einen Linsenauflauf mit Eiern und Wurst. Das Rezept war schön verständlich beschrieben, die Zutaten bekommt man in jedem türkischen Lebensmittelgeschäft. Und geschmeckt hat das Gericht… mmmmhhh! Hier der Beweis:

Hinweis: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Fackelträger-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt. Links, die mit einem Stern * markiert sind, sind Affiliate-Links.

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