Nicht jeder hat Lust, über Wochen hinweg viele Sorten Plätzchen zu backen, immer wieder den Ofen anzuwerfen und viele Abende lang zu verzieren. Kein Problem, mit meinem Super-Easy-Rezept könnt ihr mit einem Rutsch (und einem Teig) gleich 6 Sorten Plätzchen backen! Ihr macht einfach einen Basisteig und teilt diesen in verschiedene Stücke, die ihr entsprechend weiterverarbeitet. So könnt ihr auch kleine Mengen zubereiten und müsst nicht immer gleich mehrere Bleche von jeder Sorte zubereiten. Ist das nicht toll? Geht sogar jetzt noch für kurzentschlossene WeihnachtsbäckerInnen.

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Grundteig (Mürbteig)

Zutaten (für 2,3 kg Teig):

500g Butter (kalt)
500g Zucker
4 Eier
1 kg Weizenmehl
+ (siehe jeweiliges Rezept, ich schreibe alle zusätzlich benötigten Zutaten in Klammer unter den jeweiligen Titel, damit ihr euch bei den Vorbereitungen leichter tut)

Anleitung:

Die kalte Butter in Stücke schneiden und mit der Küchenmaschine schnell mit Zucker und Eiern verkneten. Mehl ebenfalls unter den Teig rühren bis ein glatter Teig entstanden ist.

Diesen Teig in 6 Teile teilen und weiterverarbeiten. Alle Teige müssen, wenn sie fertig sind, noch eine Stunde in den Kühlschrank. Ihr könnt auch alle Teige am Vortag zubereiten, in Frischhaltefolie packen und beschriftet in den Kühlschrank legen. Am nächsten Tag könnt ihr dann nach und nach die Sorten verarbeiten.

Terrassenplätzchen – Gestapelt lecker

(etwas Vanillemark, 1/4 Glas Johannisbeergelee (oder Aprikose, Kirsch etc.), 50g Puderzucker oder 100g Kuvertüre)

  1. 1/6 Grundteig (siehe oben) mit etwas Vanillemark verkneten und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Mit etwas Mehl den Teig glatt und dünn ausrollen und mit Ausstechern Formen ausstechen. Pro Plätzchen entweder:
    – zwei gleiche Formen und in eines der beiden mit einem Fingerhut/kleinem Ausstecher ein Loch stechen oder
    – drei unterschiedlich große Formen ausstechen.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei Ober-/Unterhitze 180°C ca. 10 Minuten goldbraun backen.
  4. Die zusammengehörenden Teile mit etwas Johannisbeergelee aneinander kleben und mit Puderzucker bestäuben oder mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen.

Ich verwende z.B. diese Ausstecher: Schneeflocken*, Kreise*, Herzen*,Mond*

Kulleraugen „Gummybear“

( 1 Eigelb, 100g gemahlene Mandeln, Vanille(aroma), 40g Honig, 1/4 Tüte Gummibärchen oder Marmelade, 100g Puderzucker)
Vorsicht, die Variante mit Gummibärchen wird sehr süß und ist bei zwei von drei Versuchen zerlaufen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt Marmelade als Füllung. Die Risikobäcker werden mit buntem Naschwerk und Kinderlachen belohnt, denn Gummibärchen in Plätzchen sind ein Riesenspaß!

  1. 1/6 Grundteig mit Mandeln, Vanille und Honig zubereiten und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2.  Teig zu Rollen formen um viele gleich große Stücke schneiden zu können. Teigstücke zu kleinen Kugeln formen und ein großes Loch hineindrücken. In jedes Loch ein Gummibärchen drücken oder Marmelade füllen.
  3. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech im Ofen bei 180°C ca. 18 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

img_0208Schwarz-Weiß-Schnecken

( 1 EL Kakao, 1-2 TL Milch, 1 TL Zimt, nochmal etwas Milch)

  1. 1/6 Grundteig halbieren und unter eine Hälfte Kakao, Milch und Zimt rühren. In Kühlschrank mindestens 1 Stunde kalt stellen.
  2. Den hellen und dunklen Teig jeweils zu einem gleichmäßig großen Rechteck (30 x 15 cm) ausrollen, ein Rechteck dünn mit Milch bestreichen, das zweite darauf legen und ebenfalls bestreichen. Von der längeren Seite aus fest aufrollen.
  3. Bei 180°C 10-12 Minuten backen bis der weiße Teig eine leicht goldbraune Farbe angenommen hat.

img_0180Hedis Walnusskugeln

(100g gemahlene Haselnüsse, 50g Zucker, 1/4 Glas Aprikosenmarmelade, 30 Walnusshälften)

  1. 1/6 Grundteig mit Haselnüssen zubereiten und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Aus dem Teig kleine Kugeln (so groß wie Kaugummikugeln) formen und diese auf ein Backblech mit Backpapier setzen, leicht andrücken. Im Ofen bei 180°C ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.
  3. Die Kugeln noch heiß im Zucker wälzen, einen Klecks Marmelade daraufsetzen und je eine Walnusshälfte darauf kleben, fest werden lassen.

img_0195Easy Traumstücke

(1 Eigelb, 50g Mehl, Vanille(aroma), 80g Puderzucker)

  1. 1/6 Grundteig mit Eigelb und Vanille zubereiten und für min. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2.  Teile vom Teig abtrennen und zu einer fingerdicken Wurst rollen. Mit dem Messer 1,5 cm lange Stücke abschneiden (wenn sich Enden breiter drücken ist‘s nicht schlimm). Auf Backblech mit Backpapier und bei 180°C für 15 Minuten in den Ofen, bis sie leicht braun werden.
  3. Kurz auskühlen lassen und noch lauwarm (!) in eine Schüssel mit einer Handvoll Puderzucker umfüllen. Vorsichtig schütteln bis alle Stücke mit Puderzucker bedeckt sind.

Nougat-Monde – ein Himmel voller Schokolade

(1 EL Kakao, 100g Nougat, 100g weiße Kuvertüre )

  1. 1/6 Grundteig mit Kakao zubereiten und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Mit etwas Mehl den Teig glatt und dünn ausrollen und mit Ausstechern gleiche Monde ausstechen. Im vorgeheizten Ofen bei Ober-/Unterhitze 180°C ca. 10 Minuten goldbraun backen.
  3. Nougat über dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen. Nun immer zwei Monde mit Nougat zusammenkleben, etwas abkühlen lassen. Weiße Kuvertüre überm Wasserbad schmelzen und die Monde so eintauchen, dass es wie Mützchen aussieht.

Weitere Ideen

Falls ihr eine der Sorten nicht mögt oder noch mehr Teig zubereitet, könnt ihr auch einfach den Basisteig direkt zu Plätzchen verarbeiten:
– Kipferl: Den Teig zu kleinen Kipferln formen und mit den Enden in Kuvertüre tauchen
– bunte Ausstecher: Den Teig dünn ausrollen, mit verschiedenen Formen ausstechen und mit Eigelb bepinseln. Zuckerstreusel darüber und ab in den Backofen
– Leoparden-Taler: Den Grundteig mit Schokostreuseln verkneten, zu einer Rolle formen und diese in Scheiben schneiden.
– Zitronen-Sterne: Grundteig ausrollen, Sterne ausstechen und backen. Mit einem Guss aus Zitrone und Puderzucker bestreichen.

Dauert: Plätzchen backen ist so eine Sache, die Zubereitungsdauer hängt von so vielen Faktoren ab: Backerfahrung, Equipment, Perfektion… Ich habe die Teige an einem Abend mit meiner leistungsstarken Küchenmaschine in einer guten Stunde vorbereitet. Das Zubereiten der Plätzchensorten dauerte dann am nächsten Tag 4-5 Stunden inkl. Deko.

Mein Fazit:

Zubereitung: Ich habe diese Plätzchen mit meinem Kursteilnehmern in einem VHS-Kurs gebacken und davor als Test noch zu Hause mit Freundinnen. Beide Male sind die Plätzchen ziemlich unterschiedlich geworden und ich habe mal wieder gesehen, dass Plätzchen einfach was persönliches sind. Jede hat so ihre Art, Plätzchen zu verarbeiten und dementsprechend unterschiedlich werden die Ergebnisse. Nicht falsch verstehen, alle Sorten waren lecker und das ist ja das Wichtigste! Gerade bei Ausstechern ist es aber so, je sorgfältiger ihr arbeitet, desto hübscher werden die Plätzchen später. Schön dünn ausrollen, vorsichtig ausstechen und akkurat dekorieren – dann werden sie so perfekt wie die von Oma immer.
Geschmack: Meine Favoriten sind die Terrassen und Nougatmonde. Die Geschmäcker sind aber verschieden; mein Papa mag zum Beispiel die „Knusprigen“, meine Freundin die süßen Kulleraugen und meine Kollegin die Walnusskugeln am Liebsten. Deshalb sind Plätzchen ja so toll, auf dem Teller ist für jeden was dabei.

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