„Beeeeerlin, du bist so wunderbar. Berlin…“. Na toll. Jetzt hab ich einen Ohrwurm. Ich wollte nur die Rezension für mein neues Kochbuch schreiben und schon hat sich dieses Lied aus der Bierwerbung in meinen Kopf eingebrannt. Aber es stimmt. Berlin ist wirklich wunderbar. Ich durfte schon einige Male diese große, verrückte, eigenbrötlerische und weltoffene Stadt besuchen und bin jedes Mal aufs neue begeistert. Ich mag die vielen Gesichter von Berlin, die Stadt die einerseits kosmopolitische Großstadt mit Hochhäusern und Einkaufsmeilen und Verkehrschaos bietet, aber andererseits auch kleine gemütliche Cafés, Künstlerviertel wo jeder sein kann, wie er sein möchte und eine Vielfalt an Menschen, wie ich sie selten gesehen habe. Nun ist das Kochbuch Berlin: Das Sommer-Kochbuch: Die Stadt kocht erschienen, dass genauso vielseitig ist, wie die deutsche Hauptstadt selbst.

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Der Genussführer Berlin: Das Sommer-Kochbuch: Die Stadt kocht wurde von Cathrin Brandes und Florian Bolk geschrieben. Beide kennen sich bestens aus. Frau Brandes ist Bloggerin, Gastronomieberaterin und Speiseklub-Gründerin in Berlin. Herr Bolk ist eher für den optischen Teil zuständig, er ist nämlich erfahrener Foodfotograf.  Das Buch (ISBN 978-3-95642-003-0) kostet 19,95€ und ist im Verlag „Le Schicken“ erschienen. Der Verlag hat ursprünglich nur ein Food-Magazin herausgebracht, ist aber heute ein Verlag, der das gleichnamige Magazin und Kochbücher produziert und sich für den guten Geschmack einsetzt.

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Mit 192 Seiten und fast A4 Format, gehört das Buch eher zu den größeren Kochbüchern. Wie der Titel schon sagt, geht es um das sommerliche kulinarische Berlin. Und dabei geht es nicht nur um Rezepte, sondern besonders um Gastronomen und deren Restaurants und Bars. So werden immer zuerst die Köche oder Bartender und/oder ihre Restaurants porträtiert und dann stellen diese ein paar ihrere Rezepte vor. Immer viel vielen inspirierenden Fotos und einer ganz persönlichen Beschreibung der Zubereitungen. Leider sind letztere oft nicht sehr detailliert und lassen so Spielraum für Interpretationen und Kreativität 🙂

Gegliedert ist das Buch in folgende Kapitel:

    • Stadtgarten – Erde/Garten/Grün/querbeet
    • Am Wasser gebaut – Wasser/Strand/Weite/Fisch
    • Feuer und Flamme – Feuer/Rot/BBQ/Fleisch
    • Berliner Luft – Himmel/Blau/Luft/Stadt
    • Kulinarische Statements
    • Sach- und Rezeptregister
    • Restaurantliste

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Das Buch ist also nach den vier Elementen aufgeteilt. Bei Wasser findet man zum Beispiel die Restaurants direkt an der Spree oder am Freibad, aber auch Seafood-Lokale. Im fünften Kapitel kommen Berliner Händler, Kooperationspartner und Prominente wie  Maxim Mehmet und Murat Topal zur Wort.

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Aus dem Buch habe ich bereits nachge“kocht“:

  • Cocktail „Wonderland“ ausderAmano BarvonPhilipBischoff
    • 1 Limette achteln und mit 1 EL weißem Rohrzucker und 5 Blättern Minze zerstampfen.
    • 1 ausgelöffelte Passionsfrucht und 100ml Grapefruit-Limo und 100ml Wasser mit Kohlensäure dazugeben
    • Mit crushed Eis auffüllen und mit Minzeblättern dekorieren.

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Und weil ich das schon immer mal selbst machen wollte, werde ich wahrscheinlich als nächstes das „Ruben Sandwich“ nachkochen.

Mein Fazit:
Wie oben beschrieben, das Buch ist so eigenwillig wie Berlin selbst. Es gibt Stellen darin, die mich überhaupt nicht ansprechen. Und dann gibt es wieder Seiten, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie komplett durchgelesen habe (was ich bei einem Kochbuch selten gleich am Anfang mache). Das Buch ist kein Kochbuch im klassischen Sinne, aber mir gefällt ganz gut, wie die Rezepte mit vielen persönlichen Geschichten und Anekdoten ergänzt werden. Auf der Seite des Verlags findet ihr übrigens eine Leseprobe mit ein paar Rezepten!

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Hinweis: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Le Schicken-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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