Es lässt sich nicht mehr leugnen: Der Herbst ist da! Und mit ihm kommen jede Menge wunderschöner neuer Kochbücher in die Läden und in mein Bücherregal. Mein aktueller Neuzugang ist das „Mexiko Kochbuch„, ein knallbuntes fröhliches Buch voller Rezepte, Geschichten und Informationen zur mexikanischen Küche. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Mexikaner meist erst um 15 Uhr zu mittag essen? Und dass Chili con Carne kein mexikanisches Gericht ist, sondern in Texas erfunden wurde?

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Die Autorin des Buchs „Das Mexiko Kochbuch: Bilder. Geschichten. Rezepte“ Rosita Garcia ist selbst Mexikanerin. Sie lebt seit eine Weile in Berlin und hat angefangen mit Freunden traditionelle Rezepte aus Mexiko zu sammeln. Daraus entstand dann irgendwann die Idee für ein Kochbuch. Illustriert wurde das Buch von Tina Kraus. Sie hat Design studiert und bereits einige Bücher illustriert, auch das Korea Kochbuch aus dem gleichen Verlag. Für das Mexiko-Buch hat sie sich von den Rezepten Garcias und Frida Kahlos Kunst inspirieren lassen.

Das Buch hat 155 Seiten mit knapp 100 Rezepten. Zwischen den Rezepten findet man viele Geschichten und Infos über mexikanische Feste und Zutaten. Erschienen ist es im Jacoby Stuart Verlag, von dem ich bereits das „Persische Kochbuch“ habe und hier vorgestellt habe. Im Jacoby Stuart Verlag erscheinen auch viele Comic-Bücher, was in diesem Fall aber kein Widerspruch ist, denn im Buch sind keine Fotos zu finden, weil alles von Hand gezeichnet ist (was mir sehr gut gefällt!). Die Illustrationen sind sehr hübsch und farbenfroh gestaltet und so anschaulich, dass man sich die Gerichte auch ohne Foto gut vorstellen kann. Auf jeder Seite finden sich kleine Malereien und Zeichnungen, die dem Buch ein besonderes Leben verleihen.

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Leider hatte ich noch nie Gelegenheit das Land der Azteken zu besuchen, obwohl ich ihm bei einem Urlaub vor einigen Jahren schon sehr nah war (San Diego, USA). Dennoch kommt mir Mexiko irgendwie vertraut vor, vielleicht weil es immer wieder in den Medien erscheint. Die mexikanische Küche ist bekannt für ihre Farben- und Aromenvielfalt. Wenn man in Deutschland ein mexikanisches Restaurant besucht, findet man auf den Speisekarten meist eher Tex-Mex-Gerichte, also mit amerikanischem Einfluss, die stark in Richtung Fast Food gehen. Die Rezepte im Buch gehen weit darüber hinaus: Es handelt sich um die echten traditionellen Rezepte der Mexikaner, mit frischen Zutaten und echten Gewürzen.

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Gegliedert ist das Buch in folgende Kapitel:

  • Grundkurse (Mexikanisch Küche, Fiestas, Tortillas, Chilisorten, Streetfood, Avocados, Frida Kahlo, Agaven, Navidad, Dia de los Muertos)
  • Rezepte (Tortillas und Salsas, Hauptspeisen, Süßes, Getränke, Festessen Noche Buena, Festessen Dia de los Muertos)
  • Anhang (Quellen, Aussprache, Register)

Aus dem Buch habe ich bereits nachgekocht:

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Albondigas – Mexikanische Hackbällchen in Tomatensoße

Mein Fazit:
Besonders gut gefällt mir, dass im Buch neben den Rezepten stark auf die mexikanische Kultur eingegangen wird. In vielen Infotexten und kleinen Geschichten wird anschaulich gezeigt, wie die Mexikaner mit ihren Bräuchen und Festtagen leben. Die Rezepte sind verständlich erklärt, einziges Manko ist, dass manchmal Spezial-Zutaten darin vorkommen, die es nicht in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. In solchen Fällen suche ich im Internet danach und versuche eine ähnlich schmeckende Alternativzutat zu finden. Als nächstes möchte ich im November ein typisches „Dia de los Muertos“-Gericht nachkochen, davon gibt es im Buch jede Menge.

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Hinweis: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Jacoby-Stuart-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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