Heute wird es magisch auf dem Blog: wir brauen ein Lebenselixier nach uraltem Rezept. Ich habe mich mal wieder kulinarisch fortgebildet und  in einem Teeladen von einer Heilpraktikerin viel neues über Kräuter und deren Verwendung gelernt. Am Ende zauberten wir einen „Trank der Freude“ nach alt überliefertem Rezept nach Paracelsus, der hilft das Wohlbefinden zu steigern. Ich gebe zu, das klingt alles ein wenig esoterisch, aber ich finde es einfach besser, bei kleinen Wehwehchen erst einmal sanfte pflanzliche Sachen auszuprobieren statt gleich die chemische Keule auszupacken. Und die Kraft der Kräuter kennen wir Foodies ja sowieso bereits vom Kochen. Der Trank ist jedenfalls auch eine nette Geschenkidee für Menschen, die einem wichtig sind.

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Zutaten (für 3 kleine Flaschen Lebenselixier à 250 ml):
1 Würfel Ingwer (ca. 1,5 cm, getrocknet oder frisch)
2 Krümel Angelikawurzel
3 Kapseln Kardamom (öffnen und reinbröseln)
3 EL Melisse (getrocknet oder frisch)
4 EL Rosenblätter (getrocknet oder frisch)
1 Zimtstange
1/2 Vanilleschote (aufgebrochen)
1 EL Koriander getrocknet
1 Prise Safran
1 Messerspitze Muskatnuss
1 Liter Portwein

Anleitung:
1. Alle Kräuter nacheinander in eine ausgekochte Glasflasche füllen (am besten eine Milchflasche, mit der großen Öffnung tut man sich leichter).
2. Anschließend alles mit dem Portwein aufgießen. Die Flasche muss ganz voll sein, damit nichts schimmelt (falls Portwein nicht reicht, mit normalem Rotwein auffüllen).
3. Die Flasche bei Zimmertemperatur und dunkel stehen lassen, täglich schütteln, nach 14 Tagen in eine oder mehrere dunkle Flaschen umfüllen und kühl lagern.
Anwendung: Täglich 1 Likörgläschen voll trinken.

Mein Fazit:
Zubereitung: Die Kursleiterin hat uns an diesem Abend sehr viel über die beteiligten Kräuter erzählt. Paracelsus und schon die alten Ägypter glaubten daran, dass Heilpflanzen Kennzeichen haben, die verraten, welche Krankheiten sie heilen können. So hat zum Beispiel die Melisse sehr ebenmäßige paarweise verlaufende Blätter und wirkt deshalb ausgleichend sowohl für die Nerven als auch für Magen und Kreislauf. In diesem Trank sind viele stärkende und wärmende Pflanzen, die Kraft geben und positiv auf die Stimmung wirken. Wein ist ein guter Träger für diese Stoffe. Die Zubereitung an sich ist relativ einfach, die Zutaten bekommt ihr im Teeladen oder im Reformhaus.
Geschmack: Da mein rubinroter Zaubertrank nun zwei Wochen in der dunklen Kammer gereift ist, konnte ich endlich umfüllen und probieren, wie er schmeckt. Geduftet hat er beim Abfüllen bereits herrlich. Die Kostprobe zeigt: Er schmeckt auch gut! Satt nach vielen Kräutern, erstaunlich herb, aber nicht bitter – einfach angenehm würzig.

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