Endspurt! Bis Sonntag könnt ihr noch eure Glücksrezepte einreichen, dann geht’s an die große Auslosung. Vorher darf ich euch aber noch die letzte Glücksküche-Gastbloggerin vorstellen: Karin ist die einzige in der Reihe, die kein reines Foodblog hat. Sie schreibt auf Conjas Eck nämlich neben Essen auch über Bücher. Ich habe Karin nun auch schon an verschiedenen Blogger-Events persönlich getroffen und finde es klasse, dass sie wie ich so gerne an Blogevents teilnimmt. Keine Aufgabenstellung ist ihr zu Abgefahren und immer wieder findet sie interessante kreative Rezepte für ihre Bloggerfreunde. Ihr Glücksrezept ist seeeeehr schokoladig, seht euch das mal an:

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Hallo, ich bin Karin (oder Conja) von Conjas Eck und darf euch heute mit meinem Beitrag zu Julias Glücksküche erfreuen, worüber ich mich sehr freue. Als ich gesehen habe, dass sie dieses Event mit diesem Thema zu ihrem Bloggeburtstag ins Leben gerufen hat, habe ich mich sofort als Gastbloggerin gemeldet, weil ich das Thema einfach total toll finde. Und es war dann auch ziemlich schnell klar, was ich dafür zaubern werde.

Glück ist ja ein reichlich schwieriges Thema, um es in Worte zu fassen und zu erklären und für jeden ist es etwas anderes. Bevor ich jetzt zu sehr ins Philosophieren gerate, bleibe ich aber einfach mal beim Thema Glücksküche. Gutes, leckeres Essen kann ja durchaus etwas sein, was einen glücklich macht. Auch hier hat wieder jeder seine eigenen Vorlieben. Eine meiner Vorlieben ist Nougat. Ich bin sonst gar nicht mehr so sehr für Süßkram zu haben und würde oft genug eine Pizza dem Kuchen vorziehen, aber mit Nougat kriegt man mich dann doch. Besonders Gebäck Nougatbuttercreme ist etwas, was ich sehr liebe. Zum Beispiel Nougatringe, wie man sie im Herbst, Winter und Frühjahr bei dem einen oder anderen Bäcker kaufen kann. Na ja, eigentlich eher beim Konditor. Da die meisten Bäckereien aber mittlerweile keine Konditorei mehr dabei haben, ist es gar nicht mehr so leicht Nougatringe zu kaufen. Ich hatte schon länger den Plan, dass ich mich also einfach mal selbst daran versuche und habe jetzt endlich die Gelegenheit genutzt. Und hier ist also mein Ergebnis.

Zutaten:
(Teig:)
250g Butter
125g Zucker
1 Ei
2 EL Kakao

(Buttercreme:)
360g Butter
260g Puderzucker
200g Nougat
Kuvertüre

Anleitung:
1. Die trockenen Teigzutaten miteinander vermischen. Backkakao neigt ja ein wenig dazu Klümpchen zu bilden, deswegen ist das ganz gut. Danach fügt man die zimmerwarme Butter und das Ei hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Diesen rollt man dünn aus, etwa 0,5cm und sticht Ringe aus. Für Nougatringe, die dem Original vom Konditor ähneln, sollten diese etwa 10cm Außendurchmesser und 6cm Innendurchmesser haben, letztlich kann man das aber natürlich machen wie man will.
2. Die Teigringe kommen für 12-15 Minuten bei 180°C Umluft in den Ofen. Danach müssen sie ganz auskühlen, da Buttercreme ja doch wärmempfindlich ist.
3. Für die Buttercreme muss die Butter ebenfalls zimmerwarm sein, damit man sie gut schaumig schlagen kann. Zur Not kann man sich, wenn sie noch zu kalt und damit zu hart ist, auch behelfen, indem man sie kurz in der Mikrowelle anwärmt, das kann aber schiefgehen und wenn sie dann wieder abkühlen muss, dauert das womöglich länger, als wenn man sie einfach früh genug aus dem Kühlschrank genommen hätte.
4. Die Butter wird also schaumig geschlagen, am einfachsten in der Küchenmaschine, mit dem Handmixer ist das doch nervig. Dann gibt man nach und nach den Puderzucker dazu und rührt diesen gut unter. Die Nougatmasse wird zum Schluss hinzugefügt, diese muss natürlich flüssig genug sein, man kann sie entweder in der Mikrowelle oder auch ganz einfach auf dem Herd erwärmen. Sie darf ruhig ein bisschen zähflüssig sein, aber zimmerwarm ist sie zu fest, um sie in die Buttercreme zu rühren.
5. Die fertige Nougatbuttercreme füllt man in einen Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel, von dem man eine Spitze abschneidet und spritzt sie dann schön dick auf die Keksringe.
6. Da die Buttercreme jetzt sehr weich ist, kann man die Nougatringe so nicht mit Kuvertüre überziehen, sie müssen also jetzt in den Kühlschrank, am besten über Nacht. Am nächsten Tag kann man die Ringe dann mit geschmolzener Kuvertüre überziehen und nach Geschmack noch mit gehackten oder gehobelten Mandeln verzieren, oder man nimmt zwei verschiedene Kuvertüren.

Drei Anmerkungen noch: eigentlich sind Nougatringe nicht schwierig zu machen, aber es erfordert natürlich ein bisschen Zeit und Arbeit. Wegen der Buttercreme kann man sie auch nicht zu lange lagern, daher lohnt sich der Aufwand am ehesten für eine Feier. Dafür aber umso mehr, da die Ringe wirklich, wirklich lecker sind.

Mir ist der Kuvertüreüberzug nicht so gut gelungen, am besten würde es wahrscheinlich klappen, wenn man die Ringe eintunken kann, zumindest aber werde ich sie beim nächsten Mal auf ein Gitter legen um sie mit Kuvertüre zu überziehen. Geschmacklich macht das jetzt natürlich nicht so viel aus, aber man hat ja den Ehrgeiz, dass es auch gut aussieht.

Um die Keksringe auszustechen kann man natürlich zwei verschiedengroße Schalen nehmen. Es gibt auch runde Ausstecher, mit oder ohne gewellten Rand, in verschiedenen Durchmessern. Ich habe aber sogar tatsächlich eine extra Form nur für Nougatringkekse gehabt. Da die bestellten Ausstechringe nicht mehr rechtzeitig ankamen, hat mein Freund mir nämlich einen Ausstecher designt, der dann sogar direkt mit festem Innenring war, sodass die Ringe wirklich überall die gleiche Dicke haben. Diesen hat er dann auf seinem 3D-Drucker für mich gedruckt. Einen Freund zu haben, der sowas für einen tut ist ja schon auch ein ziemliches Glück und deswegen dachte ich, dass diese kleine Anekdote doch auch gut zum Thema passt.

Und ja, ich habe noch ein paar Nougattaler gemacht, das kann ich aber nicht uneingeschränkt zur Nachahmung empfehlen, also jedenfalls nicht so, wie meine sind, mit Keks oben und unten, das bröselt zu sehr und die Creme quillt überall raus. Also wenn Taler, dann lieber ohne Deckel.

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Liebe Karin, wow! Eine Ausstechform die extra aus dem 3-D-Drucker gedruckt wurde! Das hab ich auch noch nie gehört. Find ich ne tolle Idee und deine Nougatringe sehen so lecker aus, dass ich schon vom Anschauen das Gefühl habe, dass sie direkt auf meine Hüften gehen :-) Vielen Dank für die edlen Kringel und das Teilen deiner Glücksgeschichte! 

übern Tellerrand

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