Nach über 3 Jahren Bloggerei habe ich gewisse Ansprüche an meine Blogposts entwickelt. Und so kommt es in letzter Zeit immer häufiger vor, dass gekochte Gerichte es nicht aufs Blog schaffen. Auch wenn sie lecker waren, aber häufig sind sie zu schlicht und noch häufiger habe ich kein gutes Foto davon hinbekommen. Genauso wäre es fast mit einer besonders leckeren Yogurette-Torte geschehen. Die Torte war endlich mal wieder eine Eigenkreation, gebacken für einen Nachmittag bei lieben Verwandten. Optisch hat mich die Torte leider nicht so umgehauen, deshalb habe ich dann auch kein richtiges Fotoshooting davon gemacht, sondern nur schnell ein „Erinnerungsfoto“. Der Geschmack war dann dafür eine Überraschung: Cremig frisch, fruchtig und perfekt für einen heißen Nachmittag. Und gerade als ich das Tortenrezept mitsamt den Fotos unverbloggt archivieren wollten, kamt ihr Leser daher und habt sie gerettet…

Aus einem Gefühl heraus habe ich die schlimmen Bilder der Torte auf Facebook veröffentlicht und eure Reaktionen haben mich umgehauen! So viele Leute wollten das Rezept haben und fanden meine Kreation hübsch und deshalb hier das Rezept für mein hässliches Entlein.

Zutaten (für 12 himmlisch joghurtleichte Stücke):
Schokoboden:
70g Mehl20g Speisestärke
2 TL Backpulver
85g Zucker
2 TL Vanillezucker
2 Eier
45g Butter
35g Mandeln
50g Kakao
Creme:
250g Sahne
4 EL Erdbeermarmelade
200g Quark
500g Erdbeeren
dazu:
100g Vollmilchkuvertüre
1 Tafel Erdbeerschokolade (z.B. Yogurette)

Anleitung:
1. Alle Zutaten für den Teig zu einem sämigen Teig verrühren. Teig in einer gefetteten rechteckigen Form (z.B. Silikon, ca 30×40 cm) verstreichen und im Ofen bei Heißluft, mittlere Schiene 160°C 25 Minuten lang backen. Abkühlen lassen.
2. Kuvertüre schmelzen und Boden damit bestreichen. Anschließend Sahne steif schlagen. Erdbeeren waschen und die Hälfte davon klein würfeln. Die komplette Erdbeerschokolade in feine Stücken schneiden. Die Hälfte der Schoki, die Erdbeerwürfel, Marmelade und Quark gut verrühren. Sahne unterheben und die Creme auf den Schokoboden streichen.
3. Restliche Erdbeeren in dünne Scheiben schneiden und Torten damit belegen. Restliche Schokolade-Stücke am Rand der Torte festdrücken.

Dauert: 60 Minuten (plus 25 Minuten im Ofen und Abkühlzeit)

Mein Fazit:
Zubereitung:
Die Zubereitung ist nicht schwierig, man muss nur wirklich immer alles abkühlen lassen, damit die Creme auf dem Kuchen nicht zerläuft. Könnte mir den Kuchen auch gut als Roulade vorstellen, dafür müsste man allerdings die doppelte Menge an Teig machen und direkt nach dem Backen in einem Geschirrtuch in die runde Form bringen.
Geschmack: Oh ja. Die gesamte Torte schmeckt wirklich wie die himmlisch joghurt-leichten Riegelchen in der hübschen zartrosa Verpackung. Cremig, erdbeerig und lecker schokoladig. Danke, dass ihr der Torte noch eine Chance gegeben habt, vielleicht mag sie ja mal jemand nachbacken und mir Fotos schicken? :-)

Joghurette Torte 9

Wie angekündigt: Das Bild ist nicht der Brüller. Wenn ich die Torte mal wieder backe, gibt es neue Fotos. Versprochen!

PS: An diesem Nachmittag haben auch meine Verwandten ihre gesamte Backkunst gezeigt: Meine Schwester hat eine perfekte Fondant-Torte in Form einer Handtasche (!) gebacken, die nicht nur wunderschön sondern auch richtig lecker war. Gelernt hat sie das in einem VHS Kurs (genau bei der gleichen Kursleiterin, die mir damals die Eulentorte gezeigt hat). Und meine Tante Monika hat einen unfassbar guten Rhabarberkuchen gemacht, mit Baiserhaube und dem perfekten Füllung-Teigboden-Verhältnis. Da kann man locker auch 2 oder 3 Stückchen essen!

2 Thoughts on “Die Geschichte von der Yogurette-Torte, die es fast nicht aufs Blog geschafft hätte

  1. Eigentlich schade, dass so oft Rezepte nicht veröffentlicht werden, weil sie nicht ansehlich genug sind. Ich habe das schon öfters gelesen bei Bloggern. Irgendwie zählt das Aussehen mehr als der Geschmack. Zum Glück hat es deine Yogurette-Torte geschafft. Ich finde das klingt wirklich lecker.

  2. Da ist sie ja ♡
    Ich kann dich total gut verstehen, liebe Julia, die Ansprüche an sich selbst wachsen mit der Zeit. Dabei sind es sehr oft, genau die vermeintlich unscheinbaren oder „verbaselten“ Fotos und Rezepte, die am Ende groß rauskommen. Perfektion kann auch abschrecken, deshalb hab Mut zur Macke ❤
    Liebste Grüße
    Janke

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