Der Oktober hat gezeigt, was er kann: Sonnige Spaziergänge durchs gold-farbige Laub gingen Hand in Hand mit neblig-düsteren Spätnachmittagen, die für mich ohne eine große heiße Schokolade mit Mini-Marshmallows schwer erträglich gewesen wären. Ihr müsst das verstehen, ich wohne hier auf der Ostalb, das ist vergleichbar mit Winterfell – düstere Nebeltage sind hier bis Ende April (!) gang und gäbe. Wie gut, dass es noch viele sonnige Momente gab, bevor der Winter kommt:

Burda Bake Day 2017

Als bekennender Kochzeitschriften-Suchti konnte ich nicht „Nein“ sagen: Burda lud mich in die heiligen Hallen in München ein. Seit ich Mama bin, sind exklusive Bloggerevents wie dieses für mich absoluter Luxus geworden. Ganz einfach weil für mich die notwendigen Vorbereitungen mit Babysitter und lange Anreisen meist den Nutzen des Events übersteigen. Aber ein Blogevent MITTEN IN DEN REDAKTIONSRÄUMEN VON BURDA? Da war ich doch zu neugierig (Danke Schatz fürs Babysitting <3). Die weite Fahrt hatte sich gelohnt, ich habe viel gesehen und ein paar richtig gute Gespräche geführt. Die Workshops waren ganz nett, ich muss aber ehrlich sagen, dass das Networking mit den anderen Bloggern das Beste für mich waren. Daran konnte auch der Original-Melitta-Mann aus der Werbung nichts ändern, weil ich keine Werbung schaue und deshalb erst im Nachhinein erfahren hab, warum alle ein Selfie mit ihm wollten 🙂 Ian Baker, Pâtissier des Jahres 2015 erzählte mit charmantem englischen Akzept einiges über perfekte Desserts und zauberte einen veganen Traum aus roter Beete und Agar-Agar-Panna-Cotta. Sehr spannend fand ich auch, die Redaktionsräume von innen zusehen und mit einigem Journalisten der bekannten Backzeitschriften zu plaudern. Allein die Versuchsküche ist einen Blick Happs wert. Was wir genau gemacht haben und viele Bilder, findet ihr auf der Event-Seite. Mein Highlight war das Kennenlernen zwei besonders sympatischer BloggerInnen: Lisha von Mainbacken und Jörg von Zungenzirkus. Es war mir ein Fest, schaut mal bei den beiden vorbei. Und von mir gibt’s noch ein paar Impressionen (zum Vergrößern und Lesen der Bildunterschriften einfach auf ein Bild klicken):

Gin aus dem Hexenhaus

„Knusper knusper knäuschen… Hänsel, ich hab dir nen Gin-Tonic gemacht“. Was? So ging das Märchen doch, oder nicht? Jedenfalls hab ich das Hexenhäusschen habe ich vor einer Weile entdeckt, es steht in einem kleinen Dorf im Allgäu: In Hinteressach. Der Hexe äh, den aktuellen Hexenhaus-Besitzern gehört ebenfalls ein Biolandhof mit Brennerei. Und in dieser Brennerei wird der gemeinste Schnapps gebrannt, den ich kenne: „Essacher Luft“ – Ein Gläschen davon brennt in der Kehle wie flüssiges Feuer! Ich habe schon erwachsene Männer weinen sehen, nachdem sie den Schnaps getrunken hatten. Und weil dieser Schnaps so ein lustiger Partygag ist :-), fahren wir alle Jahre wieder mal nach Hinteressach und füllen unsere Hausbar auf. Neben dem fiesen Schnaps gibt es dort nämlich auch feine Kräuterliköre (Hexentröpfle!) und seit neuestem auch Gin. Nach der Direktverkostung im Hofladen, wanderten davon gleich ein paar Fläschchen in unseren Kofferaum. Wer jetzt gleich bestellen will, hat leider Pech: Die Schupps haben keinen Onlineshop, ihr könnt die guten Tröpfchen nur direkt am Hof kaufen (Adresse: Hinteressach 2, 88099 Neukirch, lässt sich gut mit nem Trip  zum Bodensee verbinden). Und bevor der erste Hater wieder rumpöbelt: Ich werde für diesen Beitrag nicht bezahlt, ich finde die Brennerei Schupp einfach gut und schreibe deswegen hier auf dem Blog über sie.

Herbstlicher Cocktail: Gin-Thyme-Berry-Tonic

Den guten Gin aus dem Hexenhäuschen habe ich gleich mal zum Mixen verwendet und einen herbstlichen Cocktail daraus gezaubert. Was ist für mich herbstlich im Glas? Waldbeeren, Traubensaft, der letzten Thymian des Jahres und ein gutes Tonicwater. Dazu Thymian waschen und in einem breiten Glas leicht mit dem Stößel zerdrücken. 4cl Gin mit 8cl Tonicwater und 6cl hellem Traubensaft ins Glas geben. Eisgekühlte gemischte Waldbeeren dazu und genießen.

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