Wenn die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen überkommt mich jedes Jahr ein unbändiger Glühwein-Durst! Romantisch im Lichterglanz des Weihnachtsmarkts den Schneeflocken beim Wirbeln zusehen und die Hände an der dampfenden Tasse wärmen… hach. Leider wird der sehr Durst schnell gestillt, wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt den ersten Becher in der Hand halte und bemerke, dass wieder nur billigster Fusel aus dem Tetrapack ausgeschenkt wurde. Bah! Zwei bis drei Becher später schmeckt er dann gar nicht mehr so schlimm und ich ärger mich auch nicht mehr, dass ich 3,50€ für süße Plörre hinblättern muss, die schon beim Ausschenken nur noch lauwarm ist. Deshalb: Wenn es irgendwie geht, mach ich den Glühwein selbst daheim – als Basis den Lieblings-Lemberger, süße Orangen und warme Weihnachtsgewürze (zum Beispiel die hier* mag ich sehr). Sollte denn mal was davon übrig bleiben kann man daraus wunderbar Glühwein-Gelee zaubern. Und daraus wiederum entstehen dann die herrlichen Glühwein-Glocken, die ich dir jetzt auf dem Blog zeige.

Zutaten für ca. 25 Glocken:

fürs Glühwein-Gelee:
600ml Glühwein (am besten selbstgemacht)
2 Päckchen Vanillezucker
400g Gelierzucker, 2:1

für die Plätzchen:
250g Mehl
125g weiche Butter
80g Zucker
etwas Vanillemark
1 Prise Salz
abgeriebene Schale von einer halben Zitrone

für die Deko:
100g Zartbitterkuvertüre
2 TL Kokosöl
1 TL gemahlenes Glühweingewürz

Anleitung:

  1. Glühwein, Vanillezucker und Gelierzucker in einem Topf zum Kochen bringen. Danach 2-3 Minuten sprudelnd kochen lassen und direkt in ausgekochte Gläser abfüllen.
  2. Mehl mit Butter, Zucker, Vanille, Salz und Zitronenschale schnell zu einem glatten Teig verkneten und im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.
  3. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 Millimeter dick ausrollen und Kekse in Glockenform* ausstechen. In die Hälfte der Glocken ein Loch (geht gut mit einem Fingerhut) oder eine andere kleine Form (ich habe hierfür den Mini-Glocken-Ausstecher* verwendet) stechen.
  4. Die Plätzchen auf einem Backblech mit Backpapier ca. 8-10 Minuten bei Ober-/Unterhitze 200°C backen (sie sollten noch hell sein, aber trotzdem durchgebacken). Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
  5. Jetzt auf die Kekse ohne Loch etwas Glühwein-Gelee geben und die Glocken mit Loch oben aufkleben.
  6. Zartbitterkuvertüre mit dem Kokosöl im heißen Wasserbad schmelzen lassen und mit Glühweingewürz verrühren. Nun einen Pinsel in die Schokolade tauchen und mit schnellen Handbewegungen großflächig über die Kekse bewegen, damit diese wie auf den Bildern mit Schokoguss besprenkelt sind. Die Kekse in einer luftdichten Dose mindestens einen Tag durchziehen lassen, dann entfaltet sich das Aroma am besten.

Dauert: ca. 60 Minuten (plus Zeit zum Durchziehen lassen)

Mein Fazit:

Zubereitung: Wenn dir das mit dem selbstgemachten Glühwein-Gelee zu aufwändig ist, kannst du natürlich auch ganz normales Gelee aus dem Supermarkt verwenden. Das habe ich mit ein paar der Kekse gemacht um auch eine alkoholfreie Version für die Kids zu haben. Ansonsten lohnt sich der zusätzliche Schritt aber schon, die restlichen Gläschen kannst du nämlich toll verschenken.
Geschmack: Der Duft von Glühwein… da ist er! Genau so, wie ich ihn mir in meinen vorweihnachtlichen Träumen ausgemalt habe. Besonders toll ist, dass sich das Glühweingewürz auch im Schokoguss wiederfindet. Wenn dir die Plätzchen noch nicht mürbe genug sind, gib ihnen noch etwas Zeit in einer geschlossenen Dose. Die Feuchtigkeit des Gelees durchzieht sie dann und lässt alles weicher werden.

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