„Das lohnt sich doch nicht.“, wurde mir vor Kurzem gesagt, als ich vom Brotbacken erzählt habe. Na klar, wenn man Zeit, Energie und Zutaten-Kosten einem Discounter-Brot gegenüber stellt, dann ist selber backen aus monetärer Sicht unlogisch. Meine Antwort war trotzdem „Hast du schon mal ein Brot gebacken? Dieser Stolz, wenn es gelungen ist. Wenn der Duft das ganze Haus durchzieht, die Krume locker und gleichzeitig saftig ist und wenn du die erste Scheibe noch lauwarm runterschneidest und dünn mit Butter bestrichen direkt rein beißt. Diesen Geschmack hast du nur bei einem selbst gebackenen Brot und das ist unbezahlbar.“. Ich wette um eine Scheibe frisches Kraftbrot, mein Gegenüber wird noch innerhalb dieses Monats sein erstes eigenes Brot backen. 

Zutaten für 1 Laib Kraftbrot:

100g Roggenmehl (Type 1150)
400g Dinkelvollkornmehl
1/2 Würfel Hefe
2 TL Salz
250ml Wasser
200g geschälte und geraspelte Karotten
100g grob gehackte Walnusskerne
100g grob gehackte Haselnusskerne

Anleitung:

  1. Alle Zutaten nach und nach in die Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  2. Teig nochmal kurz durchkneten, zu einer Rolle formen und in eine Kastenform legen. Zugedeckt nochmal 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Ofen vorheizen auf Ober-/Unterhitze 250°C.
  3. Teigoberfläche mit einem Messer mehrmals etwa 1/2cm tief diagonal einritzen. Im Ofen 10 Minuten backen, dann runterschalten auf 200°C und weitere 25 Minuten backen.
  4. Auf einen Kuchenrost stürzen und erkalten lassen.

Dauert: ca. 45 Minuten (plus ca. 90 Minuten gehen und 35 Minuten backen)

Mein Fazit:

Zubereitung: Ich habe das Brot nun schon drei Mal gebacken, das letzte Mal habe ich die Nüsse nicht gehackt und statt Vollkorn- normales Mehl genommen. Fehler, promt ist es nicht richtig aufgegangen und war danach nicht locker, sondern eher fest-kompakt. Trotzdem lecker. Also, bitte halte dich streng ans Rezept, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Das Schöne an diesem Brot ist, dass es eigentlich ganz unkompliziert ist. Keine Vorgare oder komplizierte Zubereitungsschritte, einfach alles verkneten, gehen lassen und backen.
Geschmack: Wie gesagt. So ein selbstgemachtes gutes Brot ist einfach was Feines. Dieses hier mag ich so gern, weil es wirklich saftig und aromatisch ist, durch die Karotten und die Nüsse. Da braucht man nicht mehr viel als Belag, ein bisschen Butter reicht schon.

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